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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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5 Z8 Schreiben UN den Herrn Vicar in Savoyen.

so durch einander gemischt, daß man nicht immer nochdie verschicdnen Aemter, den Oberaufseher und denHerrn, von einander unterscheiden konnte. Und diejeni-gen bringen einen Fluch über das menschliche Geschlecht,welche der Geistlichkeit ihr politisches Heiligthum, wel-ches sich nicht anders als auf eine gottliche Offenbarungzulänglich gründen kann, entreißen. Seitdem der Fürstseine beständige Miliz erhalten, , darf man eben nichtbefürchten, daß die Geistlichkeit das Ansehen welcheswir ihr geben müssen, mißbrauchen könne.

Laß den Mufti einen Bösewicht seyn, sagte mireinstmals ein türkischer Staatsmann: aber falle vorihm in den Staub, wenn du ein Unterthan des Groß-sultans bist. Dieser und seine Geistlichkeit ist der ein-zige heilige Fels, hinter welchem du dich verbergenkannst, wenn dich der Tyrann suchet. Höret dich Gottim Zorn, und erlaubt dir, den würdigen Geistlichenallein zu verehren, und den unwürdigen öffentlich zuverachten: so wirst du das politische Heiligthum diesesStandes schwachen. Der Tyrann wird deinen Unter-schied gern annehmen. Er wird den Priester der dichvertreten soll, als einen Unwürdigen schelten, und ihnmit dieser Entschuldigung todten, und dich hernachumbringen.

So urtheilte ein Türke, der kein Donatist war,und die Kraft des göttlichen Worts von dem Wandelder Priester abhängen ließ. Wie würde es inSpanien und Portugal seit dem Verlustihrer Gesetze stehen, wenn die geistlicheGewalt den Ausbruch der Obermacht nichthemmte? Dieses sagt Montesquieu. Und ichsage nichts mehr, als daß die natürliche Religion uns

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