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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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Harlekin

der unerbittliche Gelehrte in seinem geerbten Lchnstuhlc,wie der Kaiser auf einem alten Reichsstadtischen Gro-schen, und rechnet nach Gründen aus, ob meine Vor-stellungen gefallen können, oder nicht?

Eine so vergebliche und doch beleidigende Arbeitwürde meine ganze Familie, eine der ältesten und zahl-reichsten, welche sich zu Bergamo und vielleicht inder ganzen Welt befindet, in Waffen bringen; wennuns nicht unser Ahnherr, welcher als ein vorsichtigerMann allem Unheil unter seinen Nachkommen vorbeu-gen wollen, in seinem letzten Willen ausdrücklich undwohlmeinend befohlen hatte, überhaupt aller Gelehrten,um unsrer nahen Verwandtschaft willen, zu schonen,und gegen ihre spitzigen Federn bloß mit unsern hölzer-nen Säbeln zu fechten.

Ob wir aber gleich solchergestalt zu unsrer Noth-wehr nur ein sehr stumpfes Werkzeug haben; so mö-gen diese Herren dennoch glauben, daß man denjenigennicht völlig ungestraft beleidige, welcher die Ehre hatin seiner Allerchristlichsten Majestät Besoldung zu ste-hen*), und von Haus aus der klügsten Nation undeiner Familie anzugehören, welche ihren stifts- und uir-nierfahigen Adel bey allen Deutschen Domstiftcrn besserals Casar und Pompcjus erweisen kann **).

Es

") Herr Carlo Bertinazzi, ordentlicher HarlekinSr. Allerchnstl. Majestät, genoß einer jahrlichen Be-soldung von 8oso Pfund.

Pietro Maria Check)ini, mein Ur-Ur-Ur-Ur-Eltervater, ist, wie bekannt, als der beste Harlekin sei-ner Zeit vom Kaiser Mathias geadelt worden. S.lvieeoüo»/ bist, cku rlw'atre Iral. im 6. Abschnitt. Derin den neuern Zeiten vom Kenia August geadelte Co-stantini ist »icht von unserm Geschlechte, wie Emia»behaupten wollen.