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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
73
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oder Vertheidigung des Groteske- Komischen. ?z

Es würde mir ei» Leichtes seyn, nicht allein vondem königlichen Leibarzt, Herrn Du Monlin, son-dern auch von der ganze» Parisischcn Fakultät ein bc-glanbtcs Zeugniß beyzubringen, daß noch Niemandseine Abendmahlzeit übel verdauet hatte, welcher meingeringes Auditorium mit seiner angenehmen Gegen-wart zu beehren sich gefallen lassen. Und wenn meineKollegen, welche die Tugenden und Thorheiten der Men-schen in prächtigern oder feinern Gestalte!? auszuführenberufen sind, einigermaßen unparteyisch seyn konnten:so würden sie gewiß selbst gestehen müssen, daß ihretragischen Prinzessinnen nur um deswillen so oft voneiner allzeitfertigen Kolik befallen werden, weil die vor-handenen wenigen Zuschauer, mit Einschluß ihrer An-beter und Parteygänger, nicht zureichen wollen denAufwand der Lichter zu bezahlen.

Allein meine Ehre leidet es so wenig wie meineAbsicht, mir aus fremde Kosten ein abstechendes An-sehen zu geben, oder die Verdauung meiner Freundeals ein günstiges Vorurthcil für meine Geschicklichkeitanzuführen: ungeachtet die größten Naturforscher durchl die Bemerkung der Wirkungen, als den sichersten Weg,

zu allerhand artigen Systemen gelangen. Ich willvielmehr mit derjenigen aufrichtigen Bescheidenheit, wo-mit ein angehender Dichter seine Gönner, die offcnr-lichen Herren Kunstrichtcr, in der Vorrede zu hinterge-hen sucht, sowohl der Oper als dem Trauerspiel, so-wohl der eigentlichen Komodic als dem rührenden Lust-spiel, einen Vorzug einräumen welchen ihre glücklichenVerfasser für sich und ihre wahren Erben, nun und zuewigen Tagen, mit oder ohne Recht, gegen mich unddie Meinigen überall, wo es nothig ist, verfolgen mö-gen. Ich will hiermit vor Jedermann, dem es zu

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