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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
66
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66 Joseph Pattidge untcrthaniaste Vorstellung

hatte Lager, die unendlichen Beschwerlichkeiten, welchelangst einen Grenadier zu Grunde gerichtet haben wür-den, lassen mich sehr zweifeln, daß dieses Urtheil mitder sonst gewöhnlichen Einsicht abgefaßt seyn werde,weil nothwendig eine Erfahrung dabey zum Grunde ge-legen werden muß.

Gleichwohl mußte der Dichter eine gute Kenntnißder menschlichen Gemüther haben. Denn er hatte mirin einem Nachspiel die wichtige Rolle des Harlekins ver-traut , und meinen Charakter vollkommen getroffen,wenn er mich darin singen ließ:

Komm Gredel, laß die Helden kriegen.Laß Ferdinand und Friedrich siegen,

Zch küsse dich; und denke:

Soll es gekrieget seyn.

So seys mit dir allein,

Wo nicht; doch in der Schenke.

Der Herzog mag sein Leben wagen,

Sich Tag und Nacht mir Sorgen plagen,

Ich trinke eins; und denke:

Soll es gestorben seyn:

So seys ein Stüekfaß Wein,

Worin man mich ertränke.

Den Erbprinz mag sein Muth verleiten,

Die Ruh zu fliehn/und nur zu streiten.

Ich schlafe gern, und denke:

Der Ruhm, ein Held zu seyn,

Wiegt ihn so sanft nicht ein,

Als mich ein gut Getränke.

Der Wunsch, die Feinde zu besiegen,

Mag unsers Herzogs Heer vergnügen:

Ich wünsche nichts, und denke:

Hab' ich dich, Brot, und Wein,

So sey das Grab nicht mein,

Worin man mich versenke.

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