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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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Z2 Der Werth rvrhlgcwrgner Neigungen.

nur die Liebe und Hochachtung eines Einzigen ohne Nothverscherzen sollte. Selbst das Vergnügen, seine Dank-barkeit gegen den Schöpfer tausend Andere mit empfin-den lassen zu können, laßt uns Menschen lieben und aufihre Glückseligkeit mit bedacht seyn, damit sie ihre dank-bare Freude mit der unsrigen vermischen mögen. Ichweiß nicht, Philokles, ob so viele natürliche Parteylich-keit seine edle Menschenliebe unterhielt, indem es mit demGemische unsrer Leidenschaft oftmal wie mit einer rüh-renden Musik geht, wovon wir die Schönheit des Gan-zen empfinden, ohne die einzelnen Tone zn zahlen.Allein wenn dieses auch gewesen wäre: so ist es dochallemal ein glücklicher Ehrgeiz, seine Großein dem Glückeiner ganzen Welt zu suchen.

Mit welcher Entzückung verbreitete sich nicht seineallgemeine Wohlgewogenhcit gegen alle diejenigen, welchemit ihm einerley Beziehung harten! und Alles was sei-ner bedürfte, hatte eine Beziehung auf seine Hülfe.Nichts war ihm angenehmer, als wenn Jeder seine ihmangewiesene Sphäre erfüllen, und also die Vollkommen-heit des ganzen Systems nach seinem Maße mit beför-dern konnte. Aus diesem Gesichtspunkt, woraus dieGottheit zum erstenmal ihre ganze Schöpfung betrach-tete, und sah daß Alles gut war, bemühte er sich Alles,so viel möglich, zu übersehen; und gleichwie die Wahr-nehmung einer Unordnung in dieser besten Einrichtungseine Empfindung beleidiget haben würde: also wares auch im Gegentheil für ihn eine unerschöpflicheQuelle von Vergnügen, seine liebreichen Neigungenüber alle Menschen zu verbreiten, und ihr Bestes zumVortheil des Allgemeinen zu befördern.

Zu welchen erstaunenden Unternehmungen ist derMensch nicht fähig, der lauter Empfindung und Lei-den-