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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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zo Der Werth wchlgewognec Neigungen.

Absicht und der allgemeinen Kette des Schonen in derWelt hatte, und sich und der ganzen Schöpfung denWerth einer weisen Einrichtung rauben wollte, ohnewelchen dieselbe gleichwohl ihre wahre Schönheit verlie-ren, unsern Ehrgeiz nicht mehr befriedigen, und unsreZärtlichkeit nicht reizen wurde. Eben sein Ehrgeiz er-laubte ihm nicht, sich einen unvollkommnen Gott zu den-ken, der Alles so regelmässig eingerichtet und nachmalsdie Verwaltung darüber dem blinden Zufalle anvertrauethatte. Er hatte die Lander besucht, wo böse Neigun-gen und Leidenschaften den Verstand nach einer andernSeite ausgearbeitet hatten. Allein die glückliche Rich-tung der seinigcn hatte ohne Mühe den feindseligstenAngriffen widerstanden. Sein wahrer Ehrgeiz erlaubteihm niemals, in seinem äußerlichen Betragen gegenGott seine Empfindungen zu verleugnen, und mit nach-lässigem Eifer den Spöttern zu heucheln. Eine ernst-hafte Größe, und ein Muth, welcher dem Thoren Gesetzeund bisweilen auch den sogenannten Ton zur Nachstim-mung gab, befahl dem Hohn sich zu verbergen, unddein Witze bescheiden zu seyn.

Bey dem allen empfand er seinen eignen Werthnur als eine Wohlthat, und ersterer konnte nicht zuneh-men, ohne daß sich nicht auch die letzte vermehrte. Die-ses brachte ihn zu einer gelassenen Selbstverleugnung ge-gen Gott; erhob ihn aber aus der andern Seite wieder,wenn er das Vertrauen fühlte, welches ihm die Allmachtdurch so viele Wohlthaten erwiesen. Die christlicheReligion war ihm die angenehmste, weil sie keine ein-zige von seinen rechtschaffnen Neigungen zerstörte, son-dern seine natürliche Dankbarkeit, Grössmuth, Liebeund Zärtlichkeit mit erhabnern Beschäftigungen beseligte.Sie werden zwar sagen, Philoklcs, daß ich bisweilen

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