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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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28 DcrWcrth wchlgewogner Neigungen.

warum wollten Sie denn dein edlen, zärtlichen, dankba-ren Gefühl des Menschen, welches seinem Urheber weitgetreuer ist als unser Verstand, weniger Ehre beweisen?Warum sollte es nicht eine Ehrfurcht, eine Dankbar-keit, eine Treue, und wenn solche den Schöpfer zumGegenstand haben, auch eine Gottesfurcht und Religionunsrer Empfindungen geben? Ich rede hier nicht vonder seligmachcndcn. Denn darauf hat der natürlichvollkommenste Mensch nicht den allergeringsten Anspruch.

Nicht leicht hat wohl Jemand einen größern Ehr-geiz gehabt seine Neigungen zu erheben, als Er. Alleswas ihm schön und liebenswürdig vorkam, reizte undführte ihn zu der allgemeinen Einrichtung der Schö-pfung; er näherte sich dem Schöpfer auf lauter Thro-nen; die Planeten waren nur Stufen, um zu voll-kommnern Welten zu steigen : und doch war das Kleinsteseiner Verachtung nicht ausgesetzt, weil es seinen noth-wendigen Werth in der Vollkommenheit des Ganzenzeigte. Auf solchen Höhen genoß er mit Wollust feinereignen Größe; fein Stolz wurde zärtlich, wie der Stolzeines gesegneten Vaters beym Anblick wohlgerathrncrKinder, wenn er auf die Schönheiten herabsehaute dieer in niedrigen Sphären genossen; der Anblick so vie-ler reizenden Scenen vergrößerte sein Herz zu neuen Ent-zückungen ; und Könige, welche sich an ihrer zufalligenGröße ergötzten, schienen ihm nur Kinder zu seyn, welchesich Kronen zu Puppen erwählt.'

So viele erreichte Höhen, so viele neue Aussichtenins Unendliche, so starke unbefriedigte Begierden nachgrößern Vollkommenheiten; ein solcher ehrgeiziger Triebzur Wollust, ließen ihn ein schmales Grab keineswegesals das letzte Ziel feiner weiten Bestimmung erblicken.

Er