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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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in Der Werth wohlgewegner Neigungen.

Gegenstände setzen mich in eine Bewegung, welche, mei-nes Ermessens, den höchsten Grad der zeitlichen Wollustausmachen muß. ... So freundschaftlich das Ver-trauen war, worin sein Herz sich solchergestalt aufloscte:so wenig dachten wir damals, daß das Gebet so vielergetrösteten Witwen und so vieler crfreucten Armen denVater der Menschen nicht bewegen sollte, ihnen diesenSegen zu lassen. Wer hatte es doch wohl denken sol-len, o Philokles, daß der Himmel uns klebrige sosehr, so sehr erniedrigen, und durch seinen frühen Ab-gang den Werth so vieler Geschöpfe verringern würde?Werden den Frommen ihre Tage verkürzt, um sie voreinem künftigen Rückfall zu bewahren; werden sie denBösen verlängert, um ihnen Zeit zur Besserung zu ge-ben: wo bleibt denn die zeitliche Verheißung der erstem?und wie mögen wir uns in der letzten Stunde beruhigen,wenn der Rathschluß des Allmächtigen uns arme Sterb-liche auch nach den möglichen Handlungen eines fernernLebens richtet?

Verzeihen Sie mir, Philokles, wenn ich untcnvei-sen meine Empfindungen zu Worten kommen lasse; selbstdie Zweifel, hie unser Herz in solchen Fallen brechen,geben eine Erleichterung. Ich will mit meinem Schmerzeoft reden; vielleicht gelingt es mir, mit ihm vertrauterzu werden.

Wie oft habe ich mich mit Ihm in eben diesen rei-zenden Betrachtungen unterhalten, wozu uns damalsdie aufmerksame Stille der Nacht so sey er lieh bereitete!Das Vergnügen, welches die Tugend ihren Verehrernzubringt; die sanfte Beruhigung, welche wir aus derErfüllung unsrer Pflichten ziehen; die göttliche FreudeGutes zuthun, und immer Mehrere glücklich zu machen;die Entzückung eines Fürsten bei) dem Anblick segnender

Völ-