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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
8
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8 Der Werth wchlgcwogner Neigungen.

Ich behaupte also hieraus, daß wir wohl thun,unsre Neigungen und Leidenschaften, so viel immer mög-lich, zu verbessern; oder, wo sie von der besten Artsind, und sich so wenig verbessern als erweitern lassen,welches aus den Beyfall der Sittcnlehre ankömmt, sol-chen getrost zu folgen, und mit diesem sichern Fuhrereben den Weg zu wandeln, welchen wir nach einem freyenEntschlüsse unsers Geistes gewandelt seyn wurden, wenndie Neigung nach einer schlimmern Seite gerichtet ge-wesen. Was die Pflicht eines Christen weiter erfordere,solches übergehe ich hier der Kürze halber mit Fleiß,weil es in der Abhandlung selbst an einigen Stellen mitangeführet worden,

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^>!e haben mir zwar schon oft angelegen, Philokles,daß ich Ihnen das Gemüth desjenigen schildern möchte,Welcher in der Erfüllung seiner Pflichten, und beson-ders der großmüthigen Bemühung Andre glücklich zumachen, ein so außerordentliches Mittel fand. Alleinder traurige Gedanke, daß ich Ihre Forderuna nicht er-füllen konnte, ohne mir zugleich die ganze Größe meinesVerlustes auf das. lebhafteste wieder vorzustellen, hatauch eben so oft meinen besten Vorsatz unterbrochen.Und vielleicht würde ich ihn niemals vollführt haben,wenn nicht ein neuer Verlust die bisherige Schonung mei-ner Ruhe aufeinmal vereitelt hätte. Der vier« Frühlingwird nun bald anfangen mir ungcfühlt vorüber zugehen,und ihm werden viel mehrere folgen , ohne mir die Tagewiederzubringen welche mich jeden Morgen zufriedenererblicken ließen; die Tage, worin mir die Schöpfungihre Vollkommenheit in jenem würdigen Menschenfreundeerklärte. So lange ist es schon, daß ich Ihn verliere,

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