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Lebe»
mäßig. Der Vorfall in seinen Kinderjahren, da ersich selbst in die Lage gesetzt hatte, jemanden nm eineGabe ansprechen zu müssen, hatte in ihm den Ent-schluß hervorgebracht, niemals einem Bettler eineGabe zu versagen. Da ich bey unsern jährlichenZusammenkünften in Pyrmont gemeiniglich bey ihmblieb, bis er abreisete; so habe ich ihn oft gesehen,ehe er wegfahren wollte, eben wie Porik in Mon-treuil 'ch, umringt mit Bettlern, denen er mit zu«traulicher Mine und oft mit teilnehmenden Worteneinem nach dem andern mit größter Geduld austheil,te, so lange noch einer da war.
Er war nichts weniger als habsüchtig; aber erist in jüngern Jahren eine ziemliche Zeit lang darangewesen, Gold machen zu wollen, worüber er auchmit dem bekannten Metallurgen Kramer in Braun-schweig korrespondirte, der ebenfalls an die Möglich,keit des großen Werks glaubte. Die Liebe zu seinemjüngern Bruder Joh. Zacharias, welcher, um dasGeheimniß den Stein der Weifen zu erfahren, sichEin Jahr in Algier und Tripolis aufgehalten hatte,bewog ihn an diesen kostbaren Versuchen Theil zunehmen. Er lächelte selbst darüber, wenn er imVertrauen davon erzählte, und setzte hinzu: Waswäre man für ein Mensch, wenn man nicht einmaleinen vergeblichen Wunsch gehabt hatte! Dieß war
') S. Avriks empfindsam Reise!!/ I. Band. S 95.