Iustus Mösers. ioz
Uebereinstimmung von Treuherzigkeit und Würdeohne Anmaßung, von Verstände, vereinigt mit Fülleuns Feinheit der Empfindung, die sich nicht beschrei-ben läßt, aber Jedem Zutrauen zu diesem Gesichteeinflößte. Ich wünschte, es möchte das Bildniß,was vor dem Titel steht, diesen unnachahmlichenAusdruck, den es nicht verfehlt, ganz haben fas-sen können. Er ist beynahe erreicht in der herr-lichen Zeichnung, wornach es gestochen worden,gezeichnet von einem Frauenzimmer voll Geist, wel-che hohe Charaktere würdigen und empfinden kann,und welcher die Freundschaft und Verehrung Mö-sers ihre ohnedieß schon sichere Reisfeder zu noch in-nigerm Ausdrucke führten. Der Umriß im Profileam Ende dieser Lebensbeschreibung ist geatzt nacheinem Wachsbilde in gleicher Größe vom Hrn. 5Vestsel, einem geschickten Bildhauer in Osnabrück, dersich in seiner Kunst in England vervollkommnete.Die Münze auf dem Tuel ließen einige FreundeMösers im Jahre 1760 zu seinem sechszigsten Ge,burtstaae prägen. Sie hat bloß Werth als einDenkmal der Freundschaft.
In seinem ganzen Wesen war Ernst mit Freund-lichkeit verbunden. Sein Mund lachte selten, aberfast beständig schwebte auf seiner heitern Stirn undauf seinem ganzen Antlitze das unauslöschliche Lachendas Homer seinen Göttern zuschreibt. Er war gast-frey und hielt ein ansehnliches Haus; er selbst war
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