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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
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Leben

losen im Kriege hart und übermüthig, und die äus-serste Noth den Unterdrückten grausam. So sindaber nicht die Menschen überhaupt. Der thätigeMittelstand, der sich bestandig wechselseitig braucht,ist sittsamer und milder, und man darf nicht so leichtan ihm verzweifeln, auch hebt sich eher seineMoralität wieder durch eigene Kraft, und dieserschätzbare Mittelstand war Mosers eigentlicher Wir-kungskreis als Schriftsteller. Die verschiedene ArtMenschen von verschiedener Art zu betrachten, hatauf beider Schriftsteller so verschiedenes es istkein deutsches Wort da; die Franzosen nennen es

den sichtbarsten Einfluß. Doch geht zu-weilen einer unvermerkt in des andern Manier über.Sturzens: 5Ver ist glücklich ? und dessen berühmteReist nach dem Deister *), sind beynahe Möst-risth, und Mosers: Wn kleiner Umstand machtvieles *^), ist beynahe Sturzisch.

Die läge, worin Moser seine Lebenszeit zu-brachte, erklärt zwar genugsam, warum sich vieles inseinen Schriften auf eine gewisse Art bildete und mo-dificirte; aber manche deutsche Leser einer Biogra-phie wollen mehr wissen. Es soll ihnen psycholo-gisch gezeigt werden, wie ein Schriftsteller geradedas geworden ist, was er war; eine Forderung, wel-

') S- Stnrzens Schriften, I, Band. S -41 und S. 25».

") S. MoserS Phantasiec», IV. Band. S. 6z.