Druckschrift 
7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

Iustus Mösers.

89

Angedrückte Briefe von dem Minister Grafen 'Herz-berg an Möser, einer vom GeschichtschreiberSchmid an denselben, zwey Briefe von Möser anHrn. Geh. R. Ursinus in Berlin, Balladen und Min,nelieder*) betreffend. Dielehtern beiden Briefe zeigen,wie sich Möstrs biegsamer Geist in alle Arten derLitteratur schmiegte. Ein schon gedruckter Briefan Hrn. Rath Becker in Gotha ist merkwürdigdurch Mösers Gedanken über den Unterricht desLandmannes.

IV. Jugendarbeiten.

Davon ist etwas weniges beybehalten, das Mo,sers nicht unwürdig ist. Es sind einige Stücke ausden Gemälden der Sitten und der deutschen Zu-schauerinn, zu zeigen, wie der Mann in seiner Ju-gend schrieb, der nachher allgemein den Nuhm einesder ersten deutschen prosaischen Schriftsteller erlangthat. Ferner ein großer Theil der Vorrede desTrauerspiels Arminius, welches zeigt, wie gut Mo,ser schon damals die alte deutsche Geschichte studirthatte. Das Trauerspiel selbst, da es aus der Gott,schedschen Zeit, nach französischer Manier geformt,in gereimten Alexandrinern geschrieben ist, würde sehtnicht incereffiren. Möser war kein Dichter, aber

') Die darin erwähnten Fragmente von Westfälischen Min,nelieder» sind abgedruckt in den Phantasiee», iu. Theil?S. -4°; desgleichen in der Mg> d. Bibl. XXXVII, Band.S. ?7o.

S. oben S. 67.