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Leben
sondern in der großen Welt lebte. Noch wenigerwird also der Gelehrte, welcher bloß in seiner Slu-dierstube mit Büchern umzugehen gewohnt ist, undam allerwenigsten derjenige, bey dem selbst das waser praktische Vernunft nennt, wenig mehr als theo-retisches Formenjpiel genannt zu werden verdient, derGelehrte, der an einer todten politischen Theorieklebt, womit er doch meint den Staat regieren»der gar umformen zu können, auch nur in den un-tern Geschäftsstellen je ein maßig brauchbarer, ge-schweige ein vorzüglicher Mann werden; er müßtedenn die unter den Weisen g priori so seltene Klug-heit besitzen, seine spekulative Weisheit auf der Stu-dirstube zu lassen, wenn er in die wirkliche Welt tritt.Denn in jedem Staate, sa in den kleinsten oft am mei-sten, kommt alles bloß ans Wirkung und Gegenwirkungan, wobey die todte formale Spekulation so gut wiegar nichts hilft; weil bey dieser alles auf einförmigeneinseitigen Gang eigener Ideen, nichts auf Gegen-wirkung berechnet ist, welche doch in der Welt nir-gend fehlt und fehlen kann*). Daher wird, um in
D JÄ kann nicht umbin, hierbei) aus Herrn Vnsch's Er,fahriingen zu verweisen, besonders im isten Bande aufdie überaus schöne Abhandlung über die Einförmigkeitund aus die eben so treflichen Ge präche über bei, ge-slmben Menschenverstand worin diese und andere vonder Menge unserer Stubengelehrten oft verkannte Wahr-heit mit vielem Scharfsinns auseinandergesetzt sind.Besonders S. >?4> S ,6y ff. S, 20?. S -'4- S- 217S> 258. 271 Dieses höchst schätzbare Buch wird beyweitem nicht so allgemein gelesen, als es verdiente. ES