Iustus Möfers.
gar nicht der Fall, dem alles leicht ward was er un«teruahm, der jederzeit natürlich und zweckmäßig re-dete und schrieb, und weil er überhaupt niemals Ge-lehrsamkeit zeigen wollte, sich auch nie einfallen ließ,nach Gelehrsamkeit oder zierlicher Schreibart da zuhaschen, wo sie nicht hingehören.
Ein Engländer welcher über Gelehrte und ge,lehrtcS Wesen ein zwar nicht schlechtes, aber dochauch nicht klassisches Buch geschrieben hat, behaup-tet*).- „Gelehrte konnten Staatsmanner, aber„Staatsmänner nicht leicht Gelehrte werden."Dieß mag wahr und falsch seyn, nachdem man esnimmt; wie mehrere allgemeine Satze. Staats-männer werden freylich nicht leicht eigentliche Gelehr-te werden können oder wollen, weil Gelehrsamkeit,so wie wir sie nun einmal jetzt durch Bücheriescn er-langen und durch Bücherschreiben anwenden, vonJugend auf ein anstrengendes Studiren erfordert;daher schwerlich jemand im reifern Alter ein solchesStudium erst wird anzufangen Lust haben, wenn ernicht etwa gelehrt war, ehe er zu den Geschäften kam,wie z. B. Thuanus, Grotius, und Bolmg-broke. Daß aber zum Geschäftsmanne andere Ta-lente gehören als zur Gelehrsamkeit, davon ist schonAddison ein sehr auffallendes Beyspiel, ein Mannder noch dazu nicht ein bloßer Stubengelehrter war,
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cdarscker, by I. (I-onäsn 1795. 8.) S. 182.