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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
47
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Justus Mösers. 47

Männer!?, die sich in wichtigen Staatsbediemmgenlange erhalten, nur allzuoft zu finde!? seyn soll. Erwußte nicht etwa bey jeder Partey sieb fchlau hinzu,zudrängen, kleine Absichten zu errathen, um durchderen Beförderung größere Absichten für sich ze'bst zuerreichen, ungebührliche Gefälligkeiten zu erzeigenum gleiche zu erwarten, den guten Namen eines an,dem zu untergraben um dessen Einfluß zu mindern,zwey Parteyen zu erwecken um eine durch die anderezu lahmen, auf geheimen Wegen das zu fuchsn wasauf öffentlichen ohne Scham nicht zu erlangen wäre,seine wahren Absichten und Handlungsarten unterfremden Schein zu verstecken, um die welche sie hin,dern konnten irre zu führen, den der seinen Absichtennicht entsprach insgehsim zu stürzen damit er nichtschaden könne, und wo dies nicht Statt fände, al,lenfalls sich zu rächen um furchtbar zu bleiben; undwas der Künste nuhr sind welche in vielen s sickerndie Staatspearis von jeher an die Hand gegeben hat.Möfer kannte sie alle; d.ssür bürgt feine große Welt,und Menschenkenntnis;, Aber sisin Charakter warviel zu edel, als daß er sie selbst jemals hätte brau,chen wollen. Zwar befaß er vollkommen die feineWeltklugheit, welche lehret Menschen und ihre Ab,sichten richtig zu beurtheilen, und schnell die Mittel zufinden wie man auf sie und durch sie willen kann.Er wußte, wann er schonen, wann er nacbcwben,wann er einen Theil aufopfern mußte, um das Gan-ze zu erhalten. Er wußte, wann er zu schweigen

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