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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
30
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Leben

Aus Zusammenhaltung aller dieser Umständelaßt sich einigermaßen MoserS Lage ermessen, wel-che auf seinen Charakter als Geschäftsmann und alsMensch, und auch als Schriftsteller, unstreitig densichtbarsten Einfluß haben mußte. Er lernte frühsich in Menschen aller Art, auch von den entgegen-gesetztesten Gesinnungen und von dem entgegmgefetz,testen Interesse schicken. Daher seine Toleranz ge-gen menschliche Meinungen und Gesinnungen; da-her seine Neigung alle Gegenstande von mehrernSeiten zu betrachten, zuweilen absichtlich von den-jenigen, von welchen man sie am seltensten zu betrach-ten pflegt, durch welche Neigung bey ihm so vielneue Ideen erzeugt wurden. Daher aber freylichauch seine hin und wieder merkliche Neigung zu Pa-radopieen und zu skeptischen Sätzen, welche zumTheile auch durch die Rücksicht auf die verschiedenenPersonen und Parteyen, welche er zu schouen no-thig hatte, hervorgebracht, allemal aber sowohldurch seinen hellen gesunden Verstand als durch dashohe Wohlwollen, welches wesentliche Bestand-theile seines Charakters waren, nicht nur gemil-dert und unschädlich, sondern auch nützlich gemachtward.

Als Möser von der Universität zurück kam,ließ er sich unter die Zahl der Advokaten aufneh,wen; und schon im Jahre > 747 ward ihm die ehren-volle und wichtige Stelle eines ^ävocsrus ?a.

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