Iustus Mösers. 29
schof von Osnabrück. Da aber, nach Aufhebungder Konvention von Kloster - Seven, die aliiirte Ar»mee ins Stift rückte, so ward durch dieselbe der Bi-schof, als zur Oestreichschen Partey gehörig, so gutwie entsetzt. Die von demselben zur Regierung ver-ordneten Personen führten dieselbe, gemeinschaftlichmit einigen Landstandischen Deputirtcn, nach demWillen des kommandirenden Generals, bis zum Fe-bruar 1761, wo der Kurfürst starb. Nun trat diewahrend der Sedisvakanz gewöhnliche Regierungdes Domkapitels eis?, welche bis in den Januar176z, das heißt bis zu Ende des siebenjährigenKrieges, dauerte. Es sendete alsdann der Königvon England zwey Hannöversche Kommissarien zurLandesregierung, und befahl allen Einwohnern, den-selben zu gehorchen. So blieb es bis in den Fe-bruar 17Ü4. Da geschah was man vorher nicht ge-sehen hatte, daß der König seinem nur sieben Mo-nate alten Sohnes die Osnabrücksche Jnful undmit ihr den Osnabrückschen Scepter zuwendete, wel-ches wenigstens für das Land den Erfolg hatte, daßes die aliiirte Armee, von der es vorher nicht viel an-ders als feindlich behandelt ward, nunmehr in einerganz entgegengesetzten Gestalt sah.
-) Sterne ds'oicirteJhm daher zwey Jahre hernach, in seinergewöhnlichen Laune, ein Buch folgendergestalt:Dem HochWnrdlgsten
in Gorc Vacer(nur drey Jahr alt)