I'ttstus Mo fers. 21
Talenten auf mancherley Weise eine veränderteRichtung.
Dazu trug auch zugleich selbst der Kreis seinesGeschaftslebens bey, welcher ihn nothwendig aufian-desksnntniß brachte, wozu Diplomatik und Ge,schichtsforschung — Studien, worin er sich nach,her so groß zeigte — unumgänglich nöthig waren.Doch würde er vielleicht nur ein vorzüglicher Ge,schaftsmann, nicht ein so sehr vorzüglicher Schrift,steller geworden seyn, wenn nicht die thätigste Zeit sei,nes Geschaftslebens, und zugleich sein Alter zwischendreißig und vierzig Jahren — das Alter, wo ge-wöhnlich die Bildung eines Schriftstellers Festigkeitzu bekommen pflegt — in die Zeit des siebenjährigenKrieges gefallen wäre. Man muß sich die ganz in,dividuelle Verfassung von Mösers Vaterlands, unddie sage der Sachen wahrend und bald nach demKriege recht deutlich vorstellen, um einzusehen, wel-che wichtige Wirkung dieses alles auf seine Geistes,sahigkeiten und Weltkenntniß, auf seinen Charakterals Geschäftsmann und als Schriftsteller gehabt hat.
Die Erschütterungen des siebenjährigen Krie-ges hatten, wie die Kriege überhaupt, den zufalligenNutzen, daß viele Charaktere sich auf eine Art cnk,wickelten, wie sonst nicht leicht. Dieser Krieg warfür ganz Deutschland kritisch, noch mehr für denkleinen Staat Osnabrück.
Klein, und im Kriege, sagt schon genug füreinen solchen Staat. Feinde durchziehen ihn, wel,
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