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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
19
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Iustus Mösers. 19

Im Jahre 1745 heurathete er. Seme Gat-tinn, eine geborne ZZrouningch, war eine selteneFrau, an Geist und Herz und Kenntnissen, einesMösers würdig. Auch der Umgang mit ihr sehtedie Bildung seines Geistes ans dem angefangenenWege fort, >enn auch sie war eine Freundinn undKennerinn der französischen Sprache und Litteratur.Zu seinen vertrautesten Freunden gehörte der Dom,Herr von Bar, der durch drey Bande -it-

in französischer Sprache bekannt ist, denenman zwar Härte in Absicht auf die FranzösischeSprache und Versifikation nicht ohne Grund vorwer,fen kann, in welchen man aber den scharfsichtigenMenschenkenner und den wohlwollenden Menschen,freund auf jedem Blatte findet. Derselbe hatte eineTochter**), eine der vollkommensten Personen ihresGeschlechts, von Mösern außerordentlich verehrt,und die, wie er bekannte, zu seiner Bildung vielbeygetragen hat. Hier sind Spuren genug, wiesich Mösers Geist und Charakter sehr früh in einerStadt in Westphalen sehr vorzüglich bilden konnte,zu einer Zeit, da noch in ganz Deutschland zur Bil,dung so wenig Gelegenheit war.

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") Ihr Vater war geheimer Sekretär des damaligen prote-stantischen Bischofs von Osnabrück, Herzogs Ernst Augustvon Dork-

") Man sehe ein Schreiben von ihr an Mvser in AbbrsBriefwechsel Nro. 16. S. 65.