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7 (1797) Vermischte Schriften, Th. 1
Entstehung
Seite
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Ittstus Mo fers.

Rom; ja selbst ihr deutsches stus publicum war sehrgelehrt aufs Herkommen und auf die Demonstrationgebauet, ohne Rücksicht was etwa im H. Rom.Reiche deutscher Nation, auch nur seit Kaiser Leo-polds des Ersten Zeiten, sich zugetragen, oder ver-ändert hätte: denn ein pütter oder Steck lehr-ten damals noch nicht! Die Philosophen wie siefreylich immer zu thun pflegen disputirten unddemvnstrirten priori, als wäre gar keine wirklicheWelt vorhanden, und die Erfahrung nichts werth.Bloß die Aerzte, von Sydenham und FriedrichHoffmann geführt, suchten wenigstens das krankewirkliche Leben einigermaßen kennen zu lernen, ob,gleich damals, wo nicht mehr, doch gewiß eben sovielMenschen an allzugelehrt schiefen theoretischen Sy-stemen mögen gestorben seyn, als jetzt an der allzu,gelehrt schiefen praktischen Beobachtung.

Der steife LehrertoU ward damals für eine un-vermeidliche Beylage achter Gelehrsamkeit gehalten.Zu der Zeit, als Moser im Jahre 1740 zuerst dieUniversität bezog, war es in ganz Deutschland mitder Art zu studiren beynahe so beschaffen, wie mitder damaligen Art sich zu kleiden. Steif, einge-zwängt, unnatürlich waren alle Kleidungsarten; manmußte die Schlafröcke erfinden, um wenigstens zuHause ungezwungen zu leben. Seitdem ist freylichdie Art sich zu kleiden geändert und etwas natürlichergeworden, so wie auch unsere Art auf Universitätenzu studiren. Doch kommt es mir zuweilen vor, als

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