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Leben
fast allgemein war: der Sitz der Gelehrsamkeit seyausschließend nur auf hohen Schulen*), so daß manalle Gelehrsamkeit nur allein in Beziehung auf diesel-ben betrachtete. Die theologischen Doktoren be-wahrten damals das System seligmacheud zu leh-ren allein in ihren Fakultateststionen, und in ihrenHorsalen zogen sie neue theologische Doktoren, diewieder das System bewahrten, und nur allzuge«lehrte Prediger, unbekümmert ob layen in der Weltwaren, und ob denselben die theologische Süsiemeund die Gelehrsamkeit der Doktoren etwas nützten.Die Rechtsgelehrten, gleich schwerfällig, wenn siegelehrt und wenn sie elegant seyn wollten, verach,tcten den gsmeinen Rechtsgebrauch, und wann esviel war, sprach ihre Fakultät Recht wie im alten
Rom
') JÄ selbst habe eine« sehr gelehrten Mann gekannt, dernoch im Jahre 176« ganz im Ernste behauptete: Es sei)zweckwidrig, in Residenzstädten öffentliche Bibliothekenanzulegen, welche, seiner Meinung nach, nur auf Uni-versitäten vorhanden seyn müßten: „Denn, sagte er, auf„Universitäten sind die Lehrer alles menschlichen Wissens„versammelt, welche davon durch ihre Schüler in dem'„übrigen Lande so viel ausspenden als nöthig ist. Diese„Lehrer also haben öffentliche Bibliotheken nöthig. Die„wenigen, in Residenzstädten und sonst befindlichen Ge-kehrte» und gelehrte Geschäftsleute, können zu den Bü-„chern, welche sie etwa nöthig haben, sich das Geld süg-„lich vom Kaffee und anderm unnöthigen Lupus absparen."Es scheint, die Theorie dieses gelehrten Mannes stelltesich, vermuthlich « prim-i den Lupus der Gelehrten inden Residenzstädten sehr groß vor. n.