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Bericht über die zur Ausführung des Niederschlesisch-Märkischen-Eisenbahn-Unternehmens bis zum Ende des Jahres 1844 getroffenen Einrichtungen
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Telegraphen, Wärtcrl'ndcn, Barrieren:c.

Nücksichtlich des einzuführenden Telegraphcnsystems haben wir uns nach vorherigersorgfältiger Prüfung für die Einführung der Treutlerschcn Telegraphen auf der ganzenBahn entschieden, wiewohl der Gesellschaft dadurch die Zahlung eines Patenthonorarsvon 15l) Thlrn. für die Meile zur Last gefallen ist. Um die schon früher über diese Artder Telegraphirung gefaßte günstige Ansicht durch eigcue Erfahrung zu prüfen, haben wirden mit dem Fabrikbesitzer Trcutler errichteten Vertrag zuerst nur auf die Bahnstreckezwischen Licgnitz und Breslau gerichtet. Die bekannten Vorzüge des Treutlerschcn Sy-stems, namentlich die Beibehaltung der Tages-Signale auch für die Nachtzeit mittelst derbeleuchteten Arme des Telegraphen, zeigten sich indessen bald so augenscheinlich, daß dergedachte mit dem :c. Treutler errichtete Vertrag neuerdings auf die gauzc Bahn erweitert ist.

Auch die Anfertigung der Wärtcrbudcn, Barrieren, Warnungstafeln und der-gleichen soll im Wege einer durch öffentliches Submissionsverfahren eingeleiteten Entrepriseausgeführt werden. Auf der V. Abtheiluug war die Anfertigung derselben von verschie-denen Tischler- und Zimmcrmcistern contractlich übernommen worden, und für jede Wär-terbude ein Preis von 60 Thlrn. gezahlt. Für die übrigen Bahnstrecken hoffen wir eingünstigeres Resultat zu erreichen, da namentlich die Lieferung von 100 Wärtcrbudcn fürdie II. Abtheilung bereits für den Preis von 4290 Thlrn. einem Unternehmer zugeschlagenwerden konnte.

O b c > b a u.

Der Oberbau der V. Bahnabthcilung ist so rasch vollendet, daß schon im Julides vorigen Jahres, 10 Monate nach dem Beginn der Erdarbeiten, ein Theil der Bahndurch Fahrten erprobt und bei der dadurch gewonnenen Ucbcrzeugung von der Tüchtigkeitder Ausführung und des Bctriebsmatcriales im September die Ucbungsfahrtcn begonnenwerden konnten. Nücksichtlich der übrigen Abthcilungen sind die nöthigen Einleitungen ge-troffen, daß der Oberbau rechtzeitig aufgebracht werden könne. In Ansehung des Bcttungs-materiales werden sich die Verhältnisse im Allgemeinen günstig stellen, da der dazu taug-liche Kies an verschiedenen Stellen der Bahn bei der Erdarbcit gewonnen wird und wodieser nicht hinreicht, wenigstens in geringen Entfernungen von der Linie zu erlan-gen ist. Die Beschaffung desselben ist in der zunächst zu eröffnenden IV. Abthcilung zwi-schen Bunzlau und Hainau durch Contracte gesichert, für die Strecke zwischen Hainauund Liegnitz und die übrigen Abtheiiungen muß die Verdingung so lange aus-