dennoch bedeutende Schwierigkeiten giebt, die nur mit großem Kostenaufwand«: zu über-winden sind, liegt in der bekannten Beschaffenheit der Landeöthcile, welche sie durchschnei-det, besonders in der unebenen und quellcnhaltigen Beschaffenheit beider Lauschen und inder dadurch herbeigeführten Notwendigkeit öfterer Uebergängc über Flüsse und kleinereGewässer.
Auf der Linie von Frankfurt bis Breslau liegen von dieser Bahn 10,65 Meilenim Steigen, 11,78 Meilen im Fallen und 8,44 Meilen horizontal: auf der Linie vonKohlfurt nach Görlitz 2,2 Meilen im Steigen, 1,3 Meilen im Fallen und nur 0,23 Mei-len horizontal. Doch ist in Ansehung der erstercn dieser Linien nur für ganz kurze Streckenein Verhältniß von 1:200 gestattet, während sonst für die ganze Linie von Frankfurtnach Breslau das Stcigungsverhältniß von 1 : 300 normircnd ist. In Ansehung der zwei-ten Linie mußte dagegen von vorn herein das Steigungsvcrhältniß von 1:200 zu Grunde .gelegt werden, da hier dessen ungeachtet noch sehr bedeutende Erdarbeiten erforderlich sind,und zwar in dem Maaßc, daß schon in der Görlitzcr Haide neben. Wegcdurchführungenunter der Bahn auch gegen 20 Fuß tiefe Einschnitte vorkommen.
Nach den Nichtungsverhältnisscn liegen von der Linie zwischen Frankfurt undBreslau 20,57 Meilen in gerader Richtung und 7,3 Meilen in Bögen, so wie von derLinie zwischen Kohlfurt und Görlitz 2,«3 Meilen in gerader Richtung und 1,12 Meilen inBögen. Der kleinste Krümmuugö-Halbmesser (Radius) hat eine Länge von 300, dergrößte von 1000 Ruthen.
Zur Ordnung des Baubetriebes ist die ganze Bahnstrecke i» sechs Abtheiluugeu
zerlegt, die Abthcilung:
I. von Frankfurt bis Guben ........... 0,582 Meilen
II. - Guben bis Halbau 0,v? -
III. - Halbau über Kohlfurt bis Buuzlau ....... 0,7 -
IV. - Buuzlau bis Liegnitz ........... 0,uis -
V. - Licgnitz bis Breslau 8,4 -
VI. - Kohlfurt bis Görlitz - - 3,75
40,520 Meilen.
Ucb erficht des Bau Personals.
Die Leitung der gcsammten Vaugcschäftc haben wir dem Köuigl. Bau-JuspectorHerrn H cn z übertragen, der als technischer Direktor an die Spitze des BaupersoualS ge-stellt ist und am 1. September 1843 seine Funktionen angetreten hat. Diesem ist inseder Abthcilung ein Ober-Ingenieur zunächst untergeben, dem die Beaufsichtigung und