Einnahmen, Eröffnung.
Die Beginen in der Nederstraten 6 gul, ditinail .... 3 gul. 18 alb.In Salvatoris kirche per de lamp l'/z radergnl, ditinail nihil.
Ad idein per den salter to lesen 2 gnl. ditinail nihil. . .
Snnnna 35 „ 14 „Noch to dehoif der scholen npgeboirt von dein gasthnisineistcr,
(so) von den vorigen jair verloipen nnd schnldichwas, 13 daler nnd nn von disem jair 23 dalcr 65 gul.
61/62 und 62/63 außerdem noch
Von unser liever fronwen gilde 5 dalcr 13 gnl. 23 all'.
Von snnte Thonis gilde 2 dalcr 4 „ 8 „
Von snnte Jacobs gild 3 daler; is int verledene jair vcr-
rekent nnd betailt
Noch die snsteren in der Nederstraiten 2 daler 4 „ L „
Goerdt Tibis von wegen syns soens vicarien 3 daler . . 6 ,, 12 ,,Goessen Holtgref von spns soens vicarie daler ... 1 „ 2 ,,
Von Sebastians schnttcrie 4 „ 4 ,,
Snnnna to behoif der scholen opgeboirt 177 „ 13 „
63/64 lautet die lleberschrift: Opgeboirt to erstadingc der angelachten Un-kosten der scholen. Summa 172 gul. 4 alb. Von sunt Thonis gilde, diweil datselve to der schrifscholl gcwant, is bvr nit to rechencn. Die reuten nnd np-kumpste» von snnte Sebastians schiitten sint Mr. Thonissen dci» schoelmeisterto boeren overgewesen, ergo hir nihil.
Am 18. Okt. hat der Rcktor seinen Unterricht begonnen; „demrcctori Geldorpio, als hie die leetioncs to lesen angefangen und synoration gcdacn haddc, verehret mit 8 qnart wyns", heißt es in derStadtrcchnung. lieber die Entwicklung der Schule teilt Gcnsauffans Castritius Schriften nach folgendes mit: Kaum standen dieKatheder nnd Bänke, kaum wurden die Bühnen eröffnet, so wurdendie Räume zwar nicht gefüllt, aber es fehlte doch nicht an genügenderZahl solcher, die unsere Anstalt berühmten Akademien gleichstelltennnd der Aufforderung Folge leisteten (Es waren, wie wir ausMolanus Briefen sehen, am 20. März 1560 in der grammatischenSchule c. 80, in dem Gymnasium e. 20). Da traten nach einemhalben Jahre die Ferien ein. Nun eilte mit Anfang Mai die Jugendder angesehensten Familien zu uns nicht nur ans der benachbarten,sondern auch ans weit entfernter Gegend und zog unsere Stadtvielen Schulen am Meer und am Rheine vor.
Natürlich reichte die 1512 und 1513 erbaute Kindcrschule amSalvatorkirchhof nicht aus; es wurde auch die alte Bcrkaufshallc amalten Markt zum Schulhans eingerichtet; auch das genügte noch nicht,die alte Kapelle auf dem Salvatorkirchhof mußte ebenfalls hin-zngenommcn werden.
Aber lange dauerte die erste freudige Begeisterung nicht. Mitdem Rektor erhoben sich Zwistigkeitcn derart, daß ihm gekündigtwurde; und selbst, nachdem er das Rektorat niedergelegt hatte, waren