674 8 71- Das Gymnasium von 1559.
die Streitigkeiten nicht zn Ende. Ein Jahr nach seinem Rücktrittam 2. Sept. 1562 sind die fürstlichen Räte, der Drost Wessel vonLoc, Dr. Konrad Hercsbach und der Sckretarius Adolf Cloß hiehcrgekonnncn, um Frieden zwischen ihm und der Stadt zu stiften. Trotz-dem dabei 42 Quart Wein genossen wurden, wurde er nicht her-gestellt. Den 11. Januar des folgenden Jahres sind HermannVogel und Heinrich Tibis mit ihm in gütlicher Verhandlung gewesender Obligation halben (b. h. doch wohl seines Dicnstkontrattcs wegen).Endlich den 2. April ist man zu einer Ucbereinkunft mit ihm gelangt.
Das Rektorat wurde im Herbst 1561 dem Molanus übergeben:da er sich von vornherein für drei Jahre verpflichtet hatte, mußteer jedenfalls noch ein Jahr bleiben; er ließ sich dann auch noch einhalbes Jahr halten. Mit ihm übernahmen den Unterricht am Gym-nasium Thomas Grutcr und Jakobus a Mola; die mit den dreienabgeschlossenen Verträge folgen zunächst: ')
^uno 1561 hefft ein Erbar Raidt sich mit Meister Johanne Molano nptnye verdragen dergestalt, daß syne liefden angenommen hefft, eurnm rsotoratnsder ganzen scholen dit folgende jaer na synem vermoegen tho verwalten und thovertreden, die stndenten, die alle under syn gewalt staen sollen, in gueder eher,tucht und lehr roemlich to Halden; doch der anderer preceptoren rait und hnlp,so fern hie oerer dairto bedurft, hyrin to gebrnken. Und der vnrschrevene M.Johann Heft sich Widers verplecht, des dages twe aber drie nren to lesen, oichsolliche lectiones denselven anditorio und scholen na gelegenheit, (wie es>dienlich und ime des raitsam bednnkt, und sonst die stndenten in den exercitüsund examinibus to Halden, wie von denselven in den utgegangenen tabnlen undboxten vermeldet. Des fall men ime geven von dit jaer viftich daler und driefoder hvltz, up dach und termyn, (as) syne vorige obligatio» mitbringet, oich imebeeren to laten de helfte des scholegeltz von der ganzen scholen von cynem ideren,wie es bishero geHalden.
Up Visen vurscr. dach mit Mr. Thomas verdragen, dat er sich legensyne olde belonnnge und scholegelt von syne anditoren verplicht Heft, dit folgendejair des dages vier uhren in der scholen to lesen na der ordcnungc, als M.Johann dat verordenen wirt: ind o!k in der regerunge gehoirsamlich, bystendichund behnlpelich to syn to allen tyden, wenn er von gemeltcn M, Johanndair to gefordert; sich in den exercitüs und anderen dergestalt to Halden, wiedat in den nithgegangcncn tabnlen vermeldet.
Eodcin die mit M. Jacoben verdragen, dat er glichfals sinen willigen denstund arbeit der stat in der scholen dit folgende jair des dages vif uhren to lesensich verplicht nnd verbunden; oich solliche lectiones, als M. Johan Molanns insyner classe verordenen Wirt, den hie oich in der regierunge gehoirsamlich synfall nnd will to allen tyden, wan er von M. Johan dairto gefurdert wirt; nndin den exercitüs syner gebruiken to laten, als dat in den uitbgegangenen tabnlenvermeldet. Des Heft men ime togesacht to geven dit jaer 36 daler und von de»anditoren dat scholegelt (d. h. doch wohl, nach dem Vertrage mit dem Rektor,das halbe Schulgeld).
U St. SS8.