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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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661
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Gregorinsfest, Schülcrbischof. Aufführungen,

wic ein Jnnkcr liederlich gekleidet war, in dem Gotteshansc allerleiungehörige Possen. War dieser mit seinem Unfug zu Ende, sobegann das eigentliche Bischofsspicl. Schon vorher hatten die Schüleraus ihrer Mitte einen zum Bischof, einen andern zum Abt gewählt.Im vollen Prälatenornat, bekleidet mit Jnfula und Hirtcnstab, ahmtendieselben unter dein Gelächter der Anwesenden die heiligen Gebräuchenach und spendeten den Segen, als wären sie wirkliche Würdenträgerder Kirche. Auch die Einwohnerschaft nahm teil an der Festlichkeit,und haufenweise lief das Bolk zusammen, wenn der Knabenbischofan der Spitze einer Prozession mit Wachskerzen und seidenen Bannerndurch die Straßen zog. In zügellosen Spottversen wurden dabeidie Vorgesetzten und sonstige angesehene Personen dem Gelächterpreisgegeben, und festliche Schmäusc gaben den Anlaß zu Trunken-heit und Völlerei. Die Mißbränchc nahmen allmählich eilten so un-erträglichen Charakter an, daß das Spiel gänzlich untersagt wurde. ')

Mehrmals werden auch öffentliche Aufführungen der Schülererwähnt; so 1ö3b: „Den rektor und sinen jvngen, die bat spel vanHeimo und Elsa spelcdcn, geschenkt 4 gnart", oder „denen dat sakramcntspelcden, ein geschcnk", oder 1559/60: „Meister Thomas mit sinenstudentcn, eine eomedic gespielt np der stathuis, eine geschenktl> gnart". 2)

Die Schule war auch ihrer Lage nach in nahe Verbindungmit der Kirche gesetzt. Das erste Gebäude, das schon 1417 erwähnt

') Koldewey, Schulordnungen der Stadt Brannschweig. S. XXXÜI.Daß St. Martin eifrig gefeiert wnrve, ergiebt sich ans einem Briefe des Molauns:Xudius tsrtins sgo okt'ensus iiuins vn!l>i proksnis nroribus vsrsienlissiigunt stomsobstus snm pssne ex tempore in sebois in eos, gui Li.illsrtini nomen süss iutsinperantiss obtsnciunt:

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Xt. tibi nii Isxunt est sxoepto sbdominu: dum tuLuotss, krster sKens sbsuinitnr, st tsinen sudss,

Nsnoipium iZsocbi, isseivse dsmns oniinseLt Neuis.« nostro prsstsxsrs nomine nrsusss.

Oeffentliche Anfführungcu waren überhaupt sehr beliebt. In der Stadtrech-nung von 1510 heißt es: Etlichen unserer bnrgcr, auf dem Markte gespclt vonLazaro, gegevcn ilst gülden s 6 of t? gesellen von Köln von Hemelns gespelt, gegevenex A-rstis gülden (Bergt. Goedeke, bivsr^-msn, Ilainuins und Hebsstus>.

Averduuk, Geschichte der Stadt Duisburg. 43