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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Z 7V. Die Stadtschule vor der Reformation,

bewiesenen Eifer fand eine Spcndnng an die Armen statt, nach einemUmzüge, an dem auch die Schule teil nahm. Das Fest gewann all-mählich eine sehr große Ausdehnung. Zuerst wurden Meggen (Brezeln)und Heringe gegeben, crstcrc für c. 14/z Gulden, letztere für 1—2Gulden. 1508 sind es bereits 400 Heringe für 4 gnl. 2 nlb. undWeißbrot für 3 Gulden 5 alb. (d. i. etwa 40V Meggen); auch dieStadtdiencr, die dabei behülflich gewesen sind, werden mit Bier be-wirtet. Der Rektor erhalt ein Quart Wein, die Untcrlchrer einhalbes. Der Rat hält mit eingeladenen Freunden ein großes Fest-essen. 1535 werden gegen 1200 Weggen für etwas mehr als 12Gulden und Heringe für 7 Gulden verteilt; 1566 1050 Meggenfür 7 Gulden 7 alb. und 1 Tonne Heringe für 13 Gulden; in derZeit erhalten alle Stadtdiencr, Pförtner und Boten einen Trunk.Gegen Ende der sechziger Jahre ließ man die Verteilung von Heringenfallen. In der Stadtrcchnnng 1581/82 heißt es: als np Gregoriigestündt worden, den Dienern upr raitzkamcrn an bicr und kescs32 alb.; dacselbst vor die armen gestündet 1426 wcggc ad 7 Heller— 33 gülden 15 alb. 2 Heller — den dienern und stadbotcn, voirtpvrtcncr, vorstcrs :c. to vcrdrinken 1 gülden — densclvcn dwcil irervil und gcin Heringe gestündet worden, nach gegevcn 1 gülden. —die vischcrs, so den fisch gebracht, als ein erb. rait ire Grcgoriusetcn gchaldcn, tho vcrdrinken 6 albus vor eyncn salin, der gewogen23 punt, dat pnnt 15 Heller, 1 gülden 4 albus 9 Heller.

Wenn Withof hinzufügt, die Spcndnng sei später auf einigeSchüler, die an den Thürcn gesungen hätten, beschränkt und 1626wegen Anwesenheit der Spanier ganz ausgesetzt, so ist in Wirklichkeitdas Fest bereits im Jahre 1586 eingestellt. Es heißt da in derStadtrcchnnng: Dicweil ans bewegenden Ursachen die Spendungunterlassen, auf eines ehrbaren raits bcfchl, den almoscnplcgcrn gc-gcven, den bchoirigcn huisarmen to verdcilcn, 18 daler — 39 gnld".und dann 1592/93 und noch wenige Male „dem wnisenmcister vordie Waisen in statt der gemeinen spcndnng des brvd und Herings 18 daler".

Meistens aber wurde unter die Armen nichts mehr verteilt,nur die Stadtbvten und Diener erhielten ihr „alt Recht" oder stattHeringe und Brot Bicr und Wein oder Geld.

Nur selten wird ein Fest erwähnt, das sonst in den Schulen,ei ne große Rolle spielte; in der Stadtrcchnnng von 1413/14 S. 73heißt es: der schoclrc byschop 4 guart und so noch einmal.

Da die Sache aus den hiesigen Quellen nicht erläutert werdenkann, so bediene ich mich der Worte Koldeweys. Am Vorabend desSt. Rikolaustagcs (6. Dez.) trieb ein Schiller, der vermummt und