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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Z 67. Der Erbfolgestreit 1609—1621.

städtischen Rentmcistcr Merkator, daß man diesen ans einer dienst-lichen Reise nach Düsseldorf mit acht Mann durch den Wald zugeleiten für nötig fand. Aber am 36. Mai tritt ein neuer Gouvcr-ncur auf, Loys de Villc, wohl nur mit der Aufgabe betraut, denAbzug ans der Schanze vorzubereiten. Ende Juli ziehen die Spanierwirklich ab, und am 1. August werden beide Schanzen dem Erdbodengleich gemacht in Anwesenheit des oranischcn Gouverneurs von MörsSchwcichal (von Schwieget).

Als dann die Stände eine Beisteuer oder vielmehr einen Bor-schuß bewilligen zur Verteidigung der Lande gegen den kaiserlichenKommissar, st trägt die Stadt 10,000 brabantischc Gulden bei. Indem Rckognitionsschrcibcn erklärten die Statthalter, sie wollten dasGeld entweder aus den clcvischcn Landcsstcuern zurückgeben oder ander Stadt Duisburg Anteil einhalten. Darauf schrieb der Stadt-sckretär Merkator, sie mochten diese Stelle ändern; er müsse dasPräjudiz abwenden, denn die Stadt Duisburg sei je und allerwegevon Steuern frei gewesen und nimmer in Steuern angeschlagen. st

Daß man in dieser Zeit einen Versuch machte, die Schule vonneuem zu heben, wird unten ausführlicher dargelegt werde». Wennder Rat die Zeichen der Zeit verstanden hätte, würde er auch diekirchlichen Verhältnisse neu geordnet haben. Auf der Gcneralshnodcwar, wie oben erwähnt, beschlossen, zu bequemer und gelegener Zeitbei der Obrigkeit darum anzuhalten, daß die Bilder, Altäre undandere „abgöttische Reliquien" bei Seite geschafft würden. In-dessen in Duisburg betrachteten die Ratsherrcn nach ihrer bisherigenWeise diese Dinge als glcichgiltig; aber das Volk und die Geistlich-keit sah sie mit Unwillen. Die alten Duisburger mochten das er-tragen, aber während der langen Jahre, da im Kölnischen und in denclcvischcn Landen die Bekenner des evangelischen Glaubens verfolgtwurden, und am Rhein fast nur Wesel und Duisburg einen Zu-fluchtsort boten, waren dahin viele zusammengeströmt, die in derErinnerung an ihre Leiden alles Papistischc haßten st, und unter ihremEinfluß kam es im Jahre 1613 zu einem regelrechten Bildersturm,lieber diesen ist alsbald von clcvischcn und pfalzncuburgischcn

st Der kaiserliche Komiiiissar Erzherzog Leopold hatte Jülich und einigeandere Orte besetzt: Jülich wurde am 1. Sept. 1610 von Moriz von Oranienfür die erbberechtigten Fürsten eingenommen nnd dann von einer ge-mischten von den Fürsten und den Niederlanden unterhaltenen Besatzungunter dem Befehl des Niederländers Pithan verwahrt, st Lt. Ikö L.st Oben S. 579.