Abzug der Spanier. Bildersturm. 587
Deputierten eine Untersuchung geführt worden, über welche der iiimrmomai abilimn im Licbfraucrmrchiv ausführlich berichtet. P
Der Düsseldorfer Kommissar kam den 19. Juni 1613 vor-mittags an und fand den clcvischcn Rat Gisbert von Boitzclcr bereitsanwesend. Nach dem Mittagessen erscheint vor ihnen Johann Gym,Kreuzbruder, und bittet um Schutz gegen die seinem Kloster drohendeGefahr; ebenso der Keiner der Acbtissin von Duissern; auf Befragenerklären beide, daß sie niemanden namentlich zu bezeichnen wüßten,van dem die Gefahr zu befürchten wäre. Dann wendet sich dieKommission ihrer eigentlichen Aufgabe zu und beschließt unter Zu-ziehung geeigneter Personen die Verwüstung und Zerstörung inAugenschein zu nehmen. Auf Erfordern des Schultheiß erscheinendie Bürgermeister und einige Ratshcrrcn und gehen mit den Kom-missaren zuerst in die Salvatorkirchc. Der Augenschein in Ver-bindung mit den Erklärungen der Anwesenden crgiebt folgendes:
Am Samstag, den 8. Juni, ist morgens früh um 3 Uhr einschreckliches Donnerwetter über die Stadt gezogen und dabei die sehrhohe Spitze des Salvatorkirchtums durch den Blitz entzündet undbis auf das Mauerwerk niedergebrannt. Denselben Tag abendszwischen 9 und 10 Uhr ist ein Haufen Menschen eingedrungen undhat das MIIUINUIN aitars (den Hauptaltar) auf dem Chor ab-gebrochen; die Trümmer sind weggeschafft und der Platz ist der Erdegleich gemacht; der oberste und noch ein Altarstcin stand nun danebenan der Wand. Auch in den beiden Kapellen auf der Seite desChors sind Altäre gewesen und abgebrochen und die Altarsteine hierwie bei dem Hauptaltar zum Teil an der Wand stehen geblieben.Vor dem Chor haben fünf Altäre gestanden; sie alle sind zerstört.In die Mitte, wo St. Crucis Altar sich befand, ist ein Tisch mit einerDecke gesetzt. Der Schultheiß erzählt, wie dieser Altar abgebrochen sei,hätte er auf Ersuchen etlicher Bürger den Thätern bei LcibesstrafcBann und Frieden geboten. Da hätten die Prediger MaternusHeidorns und Petrus Scrivcrius von ihm sein Patent gefordert unddem gemeinen Mann zugesprochen, der Schultheiß hätte da nichtszu gebieten. Darauf sei er von dem Volke umringt, daß er gemeinthabe, man wolle ihn niederschlagen, habe ihn aber nicht geschlagen,sondern aus der Kirche gedrängt und ihm mit ganz höhnenden undschimpflichen Worten nachgeredet und nachgerufen. Es befand sichferner, daß hinten in der Kirche zwei Altäre abgebrochen waren.
') Ein Auszug daraus ist in Borhecks Archiv mitgeteilt.