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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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und dic Entwicklung der religiösen und kirchlichen Verbältnissc. s>77

Uoo « znim inzasssarinm ost,, nb IllvanAmIinm ornuiUns publiosot sinKmlis privatinr appliastur. Es wird hier nicht gesagt, daßdic Privatbcichtc für dcu Einzclncn notwendig sei — auch dicallgcmcinc Beichte des Zöllners wird anerkannt, auch sie bringtVergebung der Sünden — sondern nur, daß die Einrichtung, dicAnordnung der Möglichkeit zur Privatbcichtc notwendig sei. Ebensobeide Arten der Beichte zulassend, heißt es später: ^ui vsrs oontritusost, Lmrkitiztnr i>m> «n avntiin sun poooata De» <zt Irominiizus. stSo viel crgiebt sich, daß man von feiten des Rates im Jahre1555 einen im ganzen dcntsch-reformiertcn, melanchthonianischcn Katechiswns vorschlug.

Aus der oben erwähnten Eingabe des Beuden ersehen wir, daßdie Beichte nach dein Willen der Regierung von ihm festgehaltenwurde. Aber der von seiner Heimat und von Emden her reformierteMolanus, der sich dann in Bremen der dcntsch-reformierten Kircheangeschlossen hatte, wiewohl er in seinem Innern der gcrcinigterenKirche den Vorzug gab, trat auch hier in dic Kirchengemeinschaft,obgleich der Gebrauch des Meßgewandes bei ihm großen Anstoß cr-regte. Von ihm erhalten wir die merkwürdige Nachricht, daß dergrößte Teil der Einwohner sich zur papistischen Kirche hielte. Esist zweifelhaft, ob MolannS da richtig beobachtet hat; denn kurz dar-nach wurde der öffentliche katholische Gottesdienst, abgesehen von denKlöstern, ganz eingestellt. Aber soviel dürfte doch mit Sicherheitdaraus zu entnehmen sein, daß die Menge damals die alten Zere-monien gerne beibehielt, wie es der Rat auch im Gehorsam gegenherzogliche Befehle that. Wann dic Privatbcichtc aufgehoben ist,ist nicht bekannt. Um 1570 war dic Gemeinde unzweifelhaft deutsch-rcformicrt; es ergiebt sich dies ans der Anstellung des Bommclins,von dessen religiösen Ansichten oben kurz die Rede gewesen ist undebenso daraus, daß man den Neuluthcraner Eisendnnkst nicht an-nahm. Ans denselben Standpunkt weisen auch dic weiteren Nach-richten, die uns einen Schluß ans das Bekenntnis erlauben. ImJahre 1579 heiratet der Pastor Henrikus Hoebingh eine Tochter desWcselcr Predigers Gerhard Vcltius. Derselbe wird, als er seineTochter herbringt und ebenso im folgenden Jahre bei der erstenKindtaufc, hier freundlich aufgenommen und mit dem üblichen Ehrcn-wcin begrüßt. st Dieser Vcltius ist der bekannte frühere Hofpredigerdes clcvischcn Herzogs, der mit dessen Zustimmung heiratete und 1559

st Den größeren Katechismus habe ich nicht erhalten können, auch ist mirnicht bekannt, ob zwischen diesen Ausgaben von 1535 und 15M noch andereliegen, st S. 571. st Stadtrechnung.