Evangelische Prediger,
nntcr der Bedingung, daß Scrivcrius nild Bnlduinns so lange denDienst versähen, bis ein dritter angestellt sei.
21. Am 22. Sept. 1622 wurde Michael Schwarz zum drittenPrediger berufen. Weil es aber an Mitteln fehlte, haben sich gut-herzige Leute zu Beiträgen erboten. Schwarz soll (nach Carstanjcn)vorher Konrektor in Düsseldorf gewesen sein. Withof nennt ihn einenPfälzer ans Heidelberg.
22. Die Berufung des Arnoldus Krcmcr geschah durch Ratund Scchzchncr, zunächst wie damals gewöhnlich, auf ein Jahrprovisorisch; wegen des Gehalts, heißt es dabei, solle mit ihm ge-handelt werden. Er war der Sohn des gewesenen NcntmeistcrsMichael Krcmer iMcrkator).
2.6. Althusius wurde 1645 nach Leiden berufen; auch mitihm wurde wegen des Gehalts verhandelt: 660 Thlr. wurden bewilligt.
24. Bocke war von Rcckarmüud; er war vorher in Wcinheim,aber von dort vertrieben durch den Einfall der bairischen Truppen.
25. Gustvrff starb 78 Jahre alt, im 56. Jahr seines Prcdigt-amts. Bevor er nach Duisburg kam, hatte er zu Flamersheim,Bnllcsheim und Bülheim (so bei Withof, wohl eine Gemeinde), zuObcrwintcr im Jülichschen, zu Düren und zu Borchel bei Aachen ge-standen; als an diesem letzten Ort die evangelische Rcligionsübuuggewaltsam unterdrückt war, war er nach Duisburg berufen.
26. Gcnsauff war aus Lindcnfcls in der Pfalz; 1668 warer von Frankcnthal zum Rektor der hiesigen Schule berufen; vonseiner ausgezeichneten Thätigkcit in dieser Stelle wird unten aus-führlicher gesprochen werden. Er ist auch derjenige, der die ersteFortsetzung der Chroniken des 16. Jahrhunderts geliefert hat. Bonhier wurde er wiederum nach der Pfalz berufen.
28. Theodor Stock stand vorher zu Holten, seit 1651 warer Lehrer an der hiesigen Schule gewesen.
29. Christoph Wittich war zu Bricg in Schlesien geboren.Nach Duisburg kam er 1652 von Hcrborn, in demselben Jahr wiesein Bruder Tobias, jener als Professor, dieser als Rektor des Gym-nasiums und Professor Juris und Elogueutiä. Im Einverständnismit den beiden andern Predigern blieb die dritte Stelle nach dem^odc Wunders unbesetzt, nur daß Wittich wöchentlich zwei Predigtenzu halten hatte. Aber noch vor Eröffnung der hiesigen Universitätging er von hier als Professor nach Nymwcgcn und von dort 1671nach Leiden, wo er 1687 Mai 19. starb.
60. Scmund war vorher Prediger in Ruhrort.