Die Prediger in der Salvatorgemeinde.
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Er starb, wie cs scheint, Plötzlich, am 29. Sept. Daß nun in derSalvatorgemeinde kein Geistlicher vorhanden war, crgicbt sich ausder Stadtrechnung, wo es heißt: Nach Absterben des Bomclii ist am29. September (Freitag) der Pastor zu Ruhrort hcrgcfordcrt worden,um in der Salvatorkirchc zu predigen; er übernimmt desselben Abendsund auch noch einige Tage nachher eine Lcichcnpredigt. Der Predigermi der Marienkirche wird bei dieser Angelegenheit nicht erwähnt.
Nach wenigen Tagen wurde M. Johann Jscndunk aus Tantenhcrbcschicdcn, aber die Verhandlungen mit ihm zerschlugen sich; er woreinarger Hcßhusianer oder Nculuthcraner, der, wenige Jahre später nachEssen berufen, wegen seiner Streitsucht von dort weichen mußte.')
12. n. 13. Henrikus Nyvc wurde noch im Oktober berufen,ebenso Peter Breckerfeld. Nyvc kam 1578 nach Antwerpen.
14. u. 15. Wollbrandus von Schagen und HenrikusHoebiugh ans Coesfeld. Unsere Angabe beruht auf Balduin. In derChronik von Tack in Berlin wird der 15. und 16. April als Todestag derbeiden Prediger angegeben. Nach von Steinen war von Schagen ein Hol-länder, ehemals Pater des Jungfcrnklostcrs tortii orciinis s. INnnoisoi,»aehDocrth ein Westfalen Henrikus Hoebiugh heiratete 1579 eine Tochterdes wcselschcn Pfarrers Gerhard Bcltius, der früher Hofprcdiger desHerzogs Wilhelm gewesen war. Im Jahre 1605 nach dem Tode derbeiden wurde an die Salvatorkirchc nur ein Geistlicher berufen; eswar die Zeit, da der Protestantismus in der Stadt sich in großerGefahr befand. Freilich waren ohnedies drei evangelische da.
16. 11n. Henrich Kaspari Jsselburgcnsis. An Besoldungwurden ihm zugesagt 200 Thaler nebst Wohnung und 6 Fuder Holz.Sein Bater Kaspar Jsselborch war eine Zeit lang dcntsch-reformicrtcrPrediger in Essen, später an St. Martin in Bremen. Der Sohnhielt sich beim Antritt der Stelle in Duisburg ein Jahr des Ver-suchs auS und kündigte schon vor Ablauf desselben am 16. Februar1606. Vier Tage darauf kündigte auch der Prediger an der Marien-kirche. Indessen beide find noch über ein Jahr (Engcrings nochlänger) in der Stadt verblieben. Am 16. August 1607 wurde Jssel-bnrg zum Prediger an U. l. Frauen Kirche in Bremen gewählt und,wie ausdrücklich bemerkt wird, aus Duisburg berufen. In Bremenwurde er später auch Professor der Theologie an der dortigen Schule.Als solcher wird er sehr gerühmt.
y S. Wolters, Weseler Reformationsgeschichte S. 283. Wolters S.27t> ff. y Withof teilt über ihn eine Stelle ans viclrisus LaKitturius Oreet. IIIüs seliolks Zi'ginsnsis xrog'r. ob lnersin. MA. 153. mit: anno sneenli VIIlentolmrAo, nrds 01ivine st eeo^äsmin eslsbri Lrsnmm nä pustornturn