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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Heidnischer Dienst. Zauberei. Wiedertäufer. 511

sZaubcrcr) gebraut; by Walshcm wocrdcn twe gebraut op den 5tcudach Allcrhcilgcu macut cude darunc nach 6. item op S. Elysabeth-dach wart cyu gebraut tac Royrortz ende wocudcu bynncn Royrart.Jtcni tac Dnysborch wart cyu gebraut op den 8. dach iu denSpurkel anuo 1514 ende was Vau Wacyuheym.

Nach diesen Kraftäußcrungcn der herrschenden Macht wurdees wieder stille für ein halbes Mcnschcualter. Luthers kühne That,da er die 95 Sätze au die Schloßkirche zu Wittenberg anschlug, hattedas ganze Abendland in Bewegung gebracht; die Auseinandersetzungzwischen den Anhängern der alten Kirche und den Neuerern war derAngelpunkt, um den sich die ganze deutsche Politik drehte, Reichstagfür Reichstag beschäftigte sich mit ihr, um das Reich ans der neu-gegebenen Grundlage aufzubauen. Aber Duisburg war von schützen-den Wassern und Wäldern umgeben, daß weder Kricgssturm nochgeistige Wogen die Bewchncr erregten. Schon waren seit Jahrenin clevischcn Landen, in Büderich und Wesel, Luthers Anhänger auf-getreten; Adolf Klarcnbach war in Köln als Märtyrer des neuenGlaubens verbrannt; aber es ist, als wenn weder von seinem Geistenoch von seinem Scheiterhaufen die Funken unsere Stadt berührthätten. Dann hallte ganz Nicdcrdcutschland wieder von dem Wch-geschrei über die Greuel der münstcrschcn Sakramcnticrer und dar-nach von dem Wehklagen in der eroberten Stadt, von dem Jammernder wie ein gehetztes Wild verfolgten Flüchtlinge. Das vernahmman auch in Duisburg; an die Thore gelangte eine Schar derarmen Verführten und begehrte Aufnahme. Aber man wies sie wiePcstbehnftcte ab. lind doch drang das „Gift der Wiedertäufern"in die Stadt. Ein gewesener Ratsherr Sander Tack Sanderssohnwurde 1538 zu Cleve der Wiedertäufern überführt und auf Befehldes Fürsten dort gefangen gesetzt, desgleichen hier seine Frau Katharinavon Frankeshoven. Beide wicderricfcn hernach und wurden des-halb nach gebührender Pönitenz der Haft entlassen. Der Vorfallwurde ins Lagcrbnch eingetragen, woselbst die von dem clcvischenFürsten am 18. Oktober angeordnete Pönitenz in folgender Weisebeschrieben wird:

forma der Penitenz ocr beide.

Sander Tack van Dnysborch sol nestkomendc sonnendach ch in n. L. Fr.kcrkcn to Clef in synen doitclcde nnd inyt cyner brennenden kertzen erschincnnnd under der predicait sich gegen den predicanten nnd vur den prekstoil seilenund stellen nnd folgens oik in der Processi»» inyt den doitcleydc nnd der kertzcnvurscr. nmbgacn: in eyn teykcn, dat hie geirret hebbc nnd danken got, dat hieweder bekert und erlncht sy.

') S. 477. -) 20. Oktober, 1538.