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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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ß 58. Das Kriegswesen.

für den glücklichen Ausgang beten, heißt es in dein Vertrag mit denKrcnzbrüdcrn. Aufgabe der Reichen war es, Pferde zumstädtischen Dienste zu halten; in so kriegerischen Zeiten wie währenddes Kampfes zwischen Gerhard und Adolf von Cleve mußten dieimmer bereit gehalten werden; brach dann die Fehde aus, so nahmder Rat sie für den städtischen Dienst in Anspruch; dann erhieltensie Unterhalt von der Stadt, und diese kam auch für den Verlust ans.Doch wurde manchmal auch für die Fricdcnszcit Entschädigung ge-währt; so wurde 1386 beschlossen: Dyc op pcrdc gesät shnt, dhcsollen vir pcrdc hacldcn byt to mitwintcr ncist tomendc; wyc (wer)syn pcrd hir enbinnen verkochte, dyc sal der stndt wcdergcvcn die 8gülden, nac vcrloep der tijt, dhe he van der stadt geboirt (erhoben)hcvct.st

In der Socstcr Fehde werden zum letzten Mal von der Stadtgehaltene Reiter erwähnt. Von da an erscheinen die städtischenKrieger nur zu Fuß.

Jeder Bürger mußte mit Wehr und Waffen versehen sein;alle Jahr auf Sakramentstag beim Salvatorfcst hat jeder in vollerAusrüstung zu erscheinen; dann hielten Bürgermeister und RatMusterung ab. Nach der Reformation wurden dazu andere Tagegenommen, aber es scheint nicht, daß ein bestimmter seitdem üblichgeworden ist. Oft auch wurde eine besondere Besichtigung angesetzt.In den Stadtkören ist aufgezeichnet: Nycmand cn sal onnig harnschoft gcwcr vcrbrengcn, verkoepcn oft verfetten . . . oik nhcmand datafpandcn of to pandc nemcn, bh eyner broiken van 5 golden güldenhalf der stadt undc half dem mclder, so ducke als sulx gcschcgc.Was unter Harnisch zu verstehen ist, sehen wir aus den Statuten desSchneider- und Tuchschcreramts von 145?; darnach muß jeder Meisterbesitzen einen eigenen Harnisch, der Stadt damit zu dienen, nämlicheinen Panzer, einen eisernen Hut, Schoit (Lcdcrschurz), Borst (Brust-panzer) und Kragen. Die Söldner wurden von der Stadt ausgc-gcrüstet; sie erhielten um 1470 einen Tnbbart(Ucbcrrock) und cincnKogcl(Mantel mit Kapuze); die meisten auch ein paar Tuchhosen (langeüber die Knie hinaufreichende Strümpfe). In den frühem Jahr-hunderten werden auch die städtischen Krieger nur selten mit Harnisch,meist nur mit „Kogel" versehen gewesen sei».

Bewaffnet waren die Krieger in alten Zeiten mit Lanzen,Bogen und Pfeilen. Meister Jakob wurde 1434/35 noch mit zweiLanzen ausgerüstet. An die Stelle der Bogen traten im 14. Jähr-

st Lagerbuch S. 114.