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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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Ritterdienst. Ausrüstung. Geschosse.

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hundert Armbrüste. Schon nach der ältesten Stadtrcchnung (von1350) hielt die Stadt einen eigenen Armbrnstinachcr, der unter allenStadtdicncrn den höchsten Lohn bezog. Im Jahre 1444, beim Be-ginn der Soestcr Fehde, muß ein solcher erst angenommen werden:Am 30. Juli wird ein Vertrag abgeschlossen mit Meister HansWcidigcr von Neustadt in Ocstrcich, daß er 4 Jahre lang Armbrust-incistcr der Stadt sein soll; er soll jedes Jahr vier Armbrüste machenans alten Bogen der Stadt, diese soll ihm dazu liefern „stcgcreipund sloctcl" und ihm im ersten Jahr zahlen 10, darnach jährlich 8rh. Gulden und jährlich zu einem Tnbbart 3 rh. Gulden und 4Fuder Holz und Hausmictc. Hieraus hat Meister Hans gelobt undgeschworen, der Stadt treu und hold zu sein, ihr treulich zu dienen,allen Schaden von der Stadt und den Bürgern: fern zu halten, ihrenNutzen zu suchen.') Damals wurde auch ein Pfcilstickcr von Weselgeholt; doch da die Anfertigung von neuen Armbrüsten und Pfeilenzu lange gedauert haben würde, so wurden 12 neue Armbrüste zu29 Gulden und Pfeile für 17 Gulden zu Wesel gekauft.

Zur Verteidigung der Stadt besaß man 1351 104 Wurf-maschincn (balistac), mit denen Pfeile und Steine geschleudert wurden;es waren drei verschiedene Arten: 88 balistac ad singulos gocrdcl, (?)13 balistac scampnalcs und 3 balistac pcdalcs. Diese Anzahl schiennicht zu genügen; es wurden daher bis 1365 fast jährlich 3 neueangeschafft, so daß in dem genannten Jahre 129 der ersten Art vor-handen waren; in den folgenden Jahren erwarb man noch einigeder zweiten Art und dann auch das Kampfmittel der neuen Zeit,einige Donnerbüchsen, also mit Pulver getriebene Geschosse; es seien näm-lich 1372 vorhanden gewesen, heißt es an derselben Stelle, 129 balistacad singulos, 18 balistac scampnalcs und 8 pixides tonitrualcs. H

Im Jahre 1400 wurden gekauft „16 kupferne Handbüchscn,jede mit einem darauf gegossenen Ohr", dazu von Sander Tack eine

0 Lt. 70 II. 2) Stadtrechnnng. 0 Lagerbuch S. 472. Bom-barde, Donnerbüchse, ein Mörser, aber mit einer Ocfsnnng an beiden Enden.In das untere Ende oder Bodcnstück wurde die Ladung gebracht und diese Ocfs-nnng durch Holz oder Mctallkeile geschlossen. Dazu kam später das Geschützmit beweglicher Ladebüchse, Fenerkatze, Kammcrstllck, Haubitze, welches französischvsuAlirire vom deutschen Vogler genannt, ans dem Flug oder der Mündungund der Zündkammer bestand. Hakenbüchse, Hakebusse, Arkebuse, der Haken mitHaken, Drücker und Feder und einem etwa 1 m. langen Laufe. Sie war dieerste Büchse, die ein genaueres Zielen gestattete. Gewöhnlich wurde sie ans eineam Ende gabelförmige Stütze gelegt und hatte zu diesem Zwecke einen Haken(Müller und Mothes, Illustriertes archäologisches Wörterbuch der Kunst unterFeuerwaffen).