ß 58. Das Kriegswesen.
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geschickt zu haben; er ist zu Danzig gestorben, und sie suchen nunmit Hülfe der Stadt zu dein Ihrigen zu kommen. Mau kann natür-lich nicht behaupten, daß alle diese durch den Duisburger Handel indie Fremde geführt seien, aber bei manchen wird es doch der Fall sein.
Der Hauptgcgcnstand des Handels war von jeher der Wein,der vom Obcrrhein und Elsaß gebracht und weiter hinabgeführtwurde; um 1409 wurde auch viel Bier verfrachtet. Stahl und Haferwerden 1274 nach England verfahren, Stahl 1329 nach Hcnncgau;')Tuch, nach Holland gebracht, wird 1453 erwähnt. Der Hanptgcgen-stand der Einfuhr scheinen Heringe gewesen zu sein. Die Schiffemuß man sich nicht zu groß vorstellen: mehr wie 30 Fuder Weinfaßten sie selten. Wein, Bier, Heringe und Getreide, die man unterdem Namen Vcntcwaren zusammenfaßte, waren frei vom Stapcl-zwangc. Dieser hat also auf den Duisburger Handel nicht denschlimmsten Einfluß ausüben können. Neben den allgemeinen Gründen,die ja auch sogar die Stadt Köln von ihrer Höhe herabstürzten, istes die Veränderung des Rhcinlaufs, welche die Stadt aus derschönsten Entwicklung herausriß und allmälich zu einem Laud-städtchcn herabsinken ließ.
§ öS. Das Kriegswesen.
Schon Rchnald von Geldern erklärte die Stadt frei von jederKricgscppedition, es sei denn, daß sie darum ersucht aus freiem Willenteilnehmen wolle. Dies wurde später dahin erklärt, daß dieMannschaft nicht über Nacht von Hause zu bleiben brauche. Da dieclcvischcn Fürsten die von Rehnald erteilten Freiheiten anerkannten, so bliebdieses Vorrecht auch unter ihnen in Geltung. Der König war na-türlich nicht daran gebunden, und so fordert König Albrccht, ohneirgend welche Einschränkung zu machen, die Bürger 1298 auf,gegen Kaiserswerth zu ziehen. Wenn wir nun die Duisburger nichtselten Mannschaft ans längere Zeit zu Gunsten der clcvischcn Fürstenaussenden sehen, so geschah das auf Bitten und freiwillig.
Die Hauptsache war daher der Dienst in der Stadt, die Ver-teidigung derselben. Jedes Viertel hatte die in seinem Bezirk licgen-Thorc nnd Türme nnd Mancrn zn sichern; sie standen jedes unterbesonder», Hauptmann mit Feldwebeln nnd Trompetern. JederBürger war zum Dienst verpflichtet, die Klosterbrüder wenigstenszur Wache; aber mit auszuziehen brauchten sie nicht; da sollten sie
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