Fehden von 1425-1428. Beteiligung Duisburgs. -)15
mit Nein geantwortet, denn die llcbcrgabc an Gerhard sei zu ihrenGunsten geschehen und dürfe ihnen nicht zum Schaden gereichen.
Die Stadt scheint sich infolgedessen von dieser Fehde fern gehaltenzu haben, übcrgicbt aber am 2. Februar 1424 dem Gerhard vonCleve 500 schwere rhcin. Gulden, mit der Bedingung, daß nunniemand, weder Gerhard selber noch seine Helfer, sie zum Beistandgegen Adolf von Cleve nötigen dürfe.
So blieb der Friedenszustand mit Cleve erhalten;') nur einegeringere Fehde mit Borchard Stecke wurde ausgesuchten und dessenUttikcnhof im Märkischen verbrannt. Aber an den Kämpfen von1427 und 1428 war die Stadt beteiligt; nach Ausweis der Stadt-rcchttmig 1427/28 zahlte man je einen Fangguldcn an Dirich Boidkin,Noskin, Scholkin, Henrich Bungcner, Dirich Fliege, Johann Hcrbortz»nd Spcldorp, weil sie Gcrht Schutt, Jakob Pcrkins, Johann vanGhcrn, Johann Tinse, Pclgrin van Beyncn, Gcrit Roftasch, JohannPothaif gefangen hatten. Bon Stephen Roftasch und seinem SohlteGerrit ist die Urkunde, nach welcher sie Urfehde schwuren, noch erhalten.2) Henrich Perkins hat für seinen Bruder Johann am 15. Augustö' z Gulden bezahlt und an den Turmwächtcr 5 Mark brab.") So-dann hat man mit Drüdken Engclsmann und Henrich ihrem Eidam')wegen Behandlung der Bcrwundcten Rcminisecrc 1429 abgerechnet;verwundet waren.-
Arnd Panels doer eyn been,
Sander Kuuuewyn iut hoifft ind in eyn been gewont,
Dirich Delkiu doer eyn Hand,
Evert Welter in eyn been,
Henrich Schoibkin int hoifft,
Forden van Baick doir den arm,
Coenrait Dilkin, ter doit gewont,
Hysfelt, geschoeten doir biede voyte,
Coenkin in den Garden, eyn been tbraiken in den tocrn,
twe vroenidc man, die in Keirlkins huys gewont laighen,
Gruyther doer eyn been,
Hans Tybns in eyn been,
Lem int hoifft,
') 8t, . 4. 67. In dieser Zeit, wo man auf längeren Frieden hoffenmochte, wurde der Grundstein zum neuen Chor in der Salvatorkirche gelegt.Bergl. S. löst. -) 8t, ^4. 681. Mch der Stadtrechnnng von 1428/23-Pelgryn van Beynen ungefähr eben soviel, nämlich 1<1 arnh. Gulden. Vor-der erhielt wohl 3t> Jahre hindurch Engelsmann von der Stadt eine kleine jähr-liche Besoldung. Er scheint Nrzneiknnst studiert zu haben; erwähnt wird, daßer in Stadtsachen eine Reise nach Rom inachte; seine Tochter (oder Witwe?)hatte von seiner Kunst profitiert, wie wir ja auch im Jahre 1WV erwähnt finden,daß eine Frau die Verwundeten kuriert.