Kämpfe zwischen Erzdischos Diedrich und Adolf von Cleve.
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Krieg anzukündigen.') Nunmehr gegen Berg gedeckt rüstet sich Diedrichernstlich zum offenen Kampfe gegen Cleve. „Nach Angaben KölnerChroniken waren es 7 Bischöfe, 5 Herzöge, 13 Grafen und Herren,die er dem Herzog Adolf entgegenstellte."")
Mit Gerhard hatte er ja schon 1419 einen Vertrag geschlossen,seil dem 6. Juli 1422 war er mit ihm auf Lebenszeit vereinigt/')am AI. Dezember 1424 aber schloffen sie einen ausdrücklich gegenAdolf von Cleve gerichteten Vertrags) Für die gewaltige Macht,die er dem Gerhard zunächst wesentlich zur Eroberung der Mark zuGebote stellte, erlangte der Erzbischof auch einen Lohn, der erheblicheOpfer wert war; am Tage nach dem Vertrage, am 21. Dezember,überliest ihm Gerhard, angeblich für 1(19999 Gulden — 59999wurden auch wirklich bezahlt, für de» Rest wnrdcn Pfandschaftcn ge-stellt die Stadt und Burg Kaiserswerth mit dem Zoll undund sonstigen Zubehör,") natürlich unbekümmert um die Bedingung,unter welcher sie ihm übergeben war, dast nämlich sein Bruder Adolfdas Vorkaufsrecht haben sollte. Kaiserswerth ist seitdem wirklich knr-kölnisch geblieben. Die Fehde brach im Frühjahr 1425 ans; baldangeknüpfte Verhandlungen führte» nicht zum Ziel, und die Raub-züge begannen aufs neue; dabei wurde am 2. Juli 1425 das clcvischcOrsoy von den Feinden verbrannt.") Run folgte am 9. Juli einneuer Waffenstillstand,') wobei ein Schiedsgericht eingesetzt wurde,das am 23. Oktober 1425 die Grafschaft Mark dem Gerhard zuwies")und am 2. Mai 1426 über einige Streitpunkte zwischen Diedrich undAdolf entschied.") Diese Entscheidung nahm Adolf an, während ergegen die erste an den Papst Martin V. appellierte, und dessen Ver-treter entschied zu seinen Gunsten gegen Gerhard. Dieser berief sichauf den Kaiser und sagte schließlich am 7. Mai 1427 seinem Bruderwieder Fehde an;'") am 27. Mai schloß sich auch Diedrich mit vielenAcrbündctcn an;") erst am 11. Februar 1428 kam ein Waffenstill-stand zustande'") und am 25. Juni 1439 der Friede, in welchemAdolf dem Gerhard einstweilen auf 6 Jahre überließ, was er bisdahin von märkischen Gebietsteilen erworben hatte untcr der Be-dingung, daß er sie an keinen der bisherigen Gegner Cleves gelangenbeste. Am 27. Juni 1437 erhielt Gerhard seinen Besitz unter AdolfsOberhoheit sogar auf Lebenszeit;'") schon vorher am 3. Dezember
'> 19c. IV 158. 9 Hanse», Vorgeschichte der Seester Fehde S. 45.1 19c. I V 142. 9 19c. IV 1511. 9 Lac. IV 1<!t). °) Hansen, Vorgeschichte zc.S- 41. 9 Lac. IV 108. «) Lac. IV 172. °) Lac. IV 175 Ann,. 1°) Hansen,Borgeschichte zc. S. 50. ") Lac. IV 180. ") Lac. IV 184. ") Hanse», Vor-geschichte -c. S. 51.