III Z 5(1, Duisburg unter Adolf von Cleve zc.
bei dicscr bestrittenen Erbschaft an seinem bisherigen BitndcsgcnosscuAdolf vv» Cleve schwerlich cinc sichere Stütze, viel eher einen ge-fährlichen Gegner haben werde, und so wechselt er ohne Bedenkenfast seine ganze Bundcsgcnosscnschaft.
Seitdem sein Bruder als Bewerber um das Kölner Erzbistumausgetreten war, war Adolf von Berg im Bunde mit der Stadt Kölnund ein Gegner des Diedrich von Mörs gewesen, und dicscr Gegen-satz war für die Bcrhältnissc des Nicderrhcins fast massgebend gewesen,
Ein zweiter Gegensatz bestand zwischen Adolf und Gerhard vonCleve. Anfangs zwar hatte Gerhard, wie oben erzählt, als geheimer Vcr-bündeter Adolfs den Erzbischof Diedrich von Mörs bekämpft, währendAdolf ein laues Freundschaftsbündnis mit demselben unterhielt; her-nach aber, als Gerhard an die Streitigkeiten zwischen Adolf und Duis-burg anknüpfend, sich gegen seinen Bruder erhob, näherte er sich auchdem Diedrich von Köln (Vertrag vom 2. August 1419)/) und Adolfvon Cleve schloß entgegen seinem Bündnisse mit Diedrich einen Bcr-trag mit Herzog Adolf von Berg (1419, 11. November). Hieraufwird Gerhard vv» Cleve Feind des Adolf von Berg.
Rehnald III. von Jülich-Geldern starb am 23. Juni 1423/)ab er schon am Ende des voraufgchcndcn Jahres bereitet sich derWechsel in den Bündnissen vor. Zugleich aber tritt nun der Gegensatz zwischen Adolf von Cleve und seinem Bruder Gerhard oder vielmehr dessen Berbündctcn Diedrich von Köln in den Vordergrund,während Adolf von Berg durch die jülich-gcldcrsche Erbschaft in An-spruch genommen wird. Am 7. September 1422 söhnen sich Gerhardund Herzog Adolf von Berg wegen der voraufgcgangcnc» Fehde aus/)Am 4. Februar 142.3 schließen sie ein Bündnis gegen einige unge-horsame Nntcrthanen/) am 13. April desselben Jahres verbündetsich Ruprecht, der Sohn des Herzogs von Berg, dein der Vater zudiesem Zweck Besitzungen abgetreten hat, mit Gerhard von der Markausdrücklich gegen Adolf von Cleve,") und diesem schickt Gerhard am17. Juni 1423 anfs neue eine förmliche Absage (über diese Fehdeist weiter nichts bekannt). Auch zwischen Adolf von Berg und demErzbischof Diedrich von Köln kommt das angedeutete Bündnis zu-stande/) »nd am 12. Dezember 1424 beschließen Diedrich von Kölnund Adolf von Berg und sein Sohn Ruprecht, bis Pfingsten desnächsten Jahres an einem von ihren Räten zu bestimmenden Tagein einem gemeinsamen Schreiben dem Herzog Adolf von Cleve de»
') Lac. IV ISS. -) Lac. Archiv IV S. SM. 9 Lac. IV 144. 9 Lac. IV 14«!.9 Lac. IV 147. °) Lac. IV. 148.