g 49. Duisburg »Itter Engelbert III. und Dietrich von Dinslaken,
Graf Adolf von Clcvc oder wics den ihm zufallenden Teil dcs Erbesseinem zweiten Sohne Dicdrich, später von der Mark zubcnannt, zu,während der ältere, Adolf, ihm in der Herrschaft über Clcvc nach-folgen sollte;') wie es denn anch wirklich bei seinem Tode am4. September 1394 geschah.
Eine Duisburg betreffende Erklärung war schon am 23. März13 92 abgegangen mit dem Ersuchen an Bürgermeister, Schöffen undBat und alle Bürger, dem Dicdrich (von Dinslaken) zu huldigen Mund am folgenden Dag bestätigt er ihre Privilegien nach der vonJohann von Cleve gebrauchten Form.''') Er erhält dabei ein Geschenkvon 190 Gulden. ')
Auf die Tochter Engelberts, welche an Philipp von Falkcnsteinund Milzenbcrg verheiratet war, nahmen die Brüder keine Rücksicht.Wenn es auch Sitte geworden war, daß die Männer vor den Frauenzur Nachfolge berechtigt waren, so war doch die eheliche Errungen-schaft darin nicht einbegriffen, und zudem hatte Margaretha keineAussteuer erhalten; diese sollte ja erst erfolgen, wenn die "Nachfolge inder Herrschaft der Tochter aberkannt würde. Ferner waren ihrer Mutter2400 Gulden jährlich aus dem Zoll zu Kaiserswerth als Aussteuerzugewiesen und dem Grafen Engelbert bis zu dessen Tod ausbezahlt.Diese wären ihr mindestens anch zugekommen; aber die Brüder Adolfund Dicdrich hatten anch diese ihr vorenthalten und bestimmt, daß sie demlepteren zufallen sollten. Indessen der Herzog von Berg, der Inhaber dcsZolls, stielt sie zurück, weil er Dicdrich von der Mark nicht für berechtigtstielt. Dann nach drei Jahren zahlte er die verfallene Summe anPhilipp von Falkcnstcin und erwarb nun die Rente durch Kauf fürsich und erklärte den Märkcrn, daß er jeden Anspruch ihrerseits zurück-weise, ch Daraus entstand allerdings erst nach längerer Zwischen-zeit, in der über die Sache verhandelt sein wird ein Krieg zwischenHerzog Wilhelm von Berg und den clcvischen Brüdern, der durch de»folgenreichen Zusammenstoß im Clevcrhannn am 7. Juni 1397 be-endet wurde. Herzog Wilhelm, sämtliche Führer, viele Ritter undKnechte mit gesattelten Pferden wurden gefangen; von einem Zeilgenossen wird die Zahl dar Gefallenen auf 400, der Gefangenen auf1000 angegeben, ch Herzog Wilhelm hatte nicht nur sich selbst los-zukaufen, sondern nach der Sitte der Zeit auch als Haupthcrr seineVerbündeten für Lösegeld und Verluste aller Art zu entschädigen.Für die Summe von 74000 Gulden, welche sein Löscprcis war,
0 Lac. III 976. -) St. X. 48. ") 4g. Stadtrechnung IM.
0 Lac. III lttttlf. °) Liinbnrger Chronik 555, in Chroniken der niedcrrhei»i-schcn Städte XIII S. 48 Rote 4.