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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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260 8 4!, Handel und Verkehr im 14. nnd 13. Jahrlumdert.

§ 44. Handel und Verkehr im IZ. und IF. Jahrhundert.Die Blütezeit unter den Hohenstaufen.

Wir haben Z 13 gesehen, daß Dnisbnrg schan in der PriimcrHeberalle van 896 als regelmäßiger Landungsplatz erwähnt, daß1104 van einem althergebrachten Zoll in Coblenz gesprochen wird,daß seine Schisse den Rhein hinauf bis nach Straßbnrg führe»nnd den Rhein hinab nach England. Der Hanptgegenstand desHandels wie der Fracht ist in den ältesten wie in den späteren Nrkünden lnach während des 60jährigen Krieges) der Wein; mit Weinhandeln die einzelnen Bürger ebenso wie die Stadt selbst. Danebenwird Getreide und Bier, in frühesten Zeiten auch Wachs genannt.An Bienen hat es bei der Rühe des Waldes nnd der großenHeide, ans der jetzt Obcrhansen nnd Stcrkradc liegen, nicht gefehlt:hielt man es doch sogar für nötig, in der Waldordnnng davon znreden. Bemerkenswert ist auch der wiederholt bezeugte Handel mitStahl, der nach Holland und nach England geführt wurde; wo diesererzengt wurde, ist nicht gesagt. Als Rückfracht wird man ans denNiederlanden Fische, insbesondere Hering nnd Stockfisch nnd Gageltrank zur Bierbereitnng geführt haben. Durch kaiserliche Bergünstignngwurde der Handel sehr gefordert; schon 1133 sind die Duisburger inUtrecht neben wenigen andern Orten zollfrei/) wie sie denn im ganzenReiche Zoll und Handelsfreiheit haben, ganz ebenso wie die Lcnlcvon Aachen, d. h. sie bezahlen nur den vom König bestätigten allgemeinen Zoll, sind nicht, wie die übrigen, besonderen, nach Willkürfestgesetzten Auflagen unterworfen.-)

Uralt nnd zu verschiedenen Zeiten hervorragend ist dann der Handelmit Leinen und Tnchwaren und die Erzeugung derselben gewesen.

Neben dem Handel sind es meist einzelne Industriezweige,welche den Reichtum eines Landes und einer Feit hervorrufen.Heutiges Tages sind es Kohle und Eisen, sowie die Spinnereien;im Mittelalter war es das Tuchergewerbe mit seinen verschiedenenZweigen: dem Schlagen nnd Spinnen, Weben nnd Walken, Scherennnd Färben, besonders aber der Handel mit Tuch. Bon altershcrwurde in Deutschland wenig Schafzucht betrieben; günstiger wardafür von jeher England, nnd durch die leichte Berbindnng mit diesemLande entwickelte sich bei den Friesen zuerst unter den deutschenStämmen die Kunst der Tnchbercitnng und der Handel mit Tüchern.Oben ist von ihren alten Niederlassungen zu Worms, Mainz, Köln

U Höblbaum, Hansisches ktrkundenbuch I 8. Hac. n Wg, XI. XII.