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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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251
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Wolram von Limburg,

Am 28. Januar 1260 wurde er vorläufig auf drei Wochenentlassen, später schrillt dir Frist verlängert zu sein, 28 Grafenund Ritter, teils Verwandte, teils Vasallen und Burgniannen desHerzogs, mußten unter einer Buße von 10000 Mark die Bürgschaftübernehmen, daß er während seines Urlaubs keine feindlichen Schrittegegen die Stadt thun und nach Ablauf des Urlaubs sich dem Ratewieder stellen werde. Die Entlassung ans der Haft erfolgte be-deutend später, doch beeilte er sich nicht mit der Erfüllung der Be-dingungen, Erst 1278 wurden darüber schwebende Streitigkeiten bei-gelegt; die darüber ausgefertigte Urkunde ist vorhanden. Der Herzogund seine Frau Jutta verzichten auf die von der Stadt ihnen zustehende Rente von 100 Mark und verpflichten sich, eine gleiche Vcr-zichtleistiing vom Grafen Rcynald von Geldern (seinem Tochtermann)beizubringen, keinem der Feinde Kölns beizustehen, die in Köln ge-machten Schulden baldigst zu berichtigen und von Kölner Schiffern,die eigenes Gut in eigenen Schiffen führen, zu Duisburg nur denalten Marktzoll zu erheben (nilUI ab Iis reczipienüo nisi Ulnclantignnrn tboloninin gncni marctboi H vocmtur, clumtnxabgnoä ab ant,i(gu0 ibblenr 8v1vi est ooirsngt.um) »nd für die treueBeobachtung dieser Punkte 80 Bürgen zu stellen.'ch

Er wird vorher wohl schon größere Summen gezahlt haben;denn so billig pflegte man einen in solchem Unternehmen gefangenenHerzog nicht los zu lassen. Schon lange bevor er mit den Kölnerneinen endgültigen Vertrag geschlossen hatte, bereits im Jahre 1271, zoger mit Ottokar von Böhmen gegen Stephan, König von Ungarn ; viel-leicht ist er auch die Veranlassung gewesen, daß sei» Bundesgenosse,der Erzbischof Engelbert von Köln, nach dem Tode des Richard vonCornwallis (1272) zuerst daran dachte, dem Dttokar von Böhmendie deutsche Krone zu übertrage». Einige Jahre später (1276) ziehter mit Rudolf von Habsbnrg gegen Dttokar, der bekanntlich unterlag. Gleich nach dem Friedensschlüsse geht er eine zweite Ehe einFntta von Cleve, seine erste Gemahlin, war inzwischen gestorben —mit Kunigunde, deren Eltern Dtto III. Markgraf von Brandenburg»nd Beatrix, die Schwester des Königs von Böhmen, waren. Sicwar verlobt oder verheiratet gewesen mit Bcla, ältestem Sohne vonBcla IV., König von Ungarn. Sie erklärt am 28. November desfolgenden Jahres, die Duisburger in ihren Schutz zu nehmen undihre Freiheiten erhalte» zu wollen. ^) Im August desselben Jahreshatte der Herzog ihnen den Dstenbusch mit dem darnmliegcnden

' - Bei Eimen ». Ectcrtz irrtümlich mnrstbol. En neu ». Eckertz III S. 5t>7.) Berlin, Königl. Bibliothek As. bor. 578 fvl. 7 b.