Wilhelm von Holland, W.Nram von Limburg. ^47
Nicdcrrhcin für sich und dcu Handel dcr Kölner zu sichern. DerBurgvogt Gcrnand verteidigte sich tapfer; die Belagerung von Januarbis Mai 1248 war erfolglos; da zog Wilhelm vor Aachen, und hier ge-lang es ihm trotz rühmlicher Gegenwehr dcr Bürger zum Ziel zu kommen.Durch das Gerücht vom Tode des Hohenstaufen niedergeschlagen, er-gaben sie sich gegen Ende Oktober, und nun fand am 1. Novemberdie Krönung statt. Noch während dcr Belagerung war die großeSchar von Fürsten und Bischöfen mit König Wilhelm und ErzbischofKonrad nach Köln gezogen, um am Tage von Maria Himmelfahrt«15. August) den Grundstein zu dein Dome zu legen, dessen Ein-weihung nach 6<A) und mehr Jahren unter einem andern und größer»König Wilhelm stattfinden sollte. Nach dcr Krönung gings zurzweiten Belagerung von Kaiserwcrth; schon am 7. Januar 1249wurde die Feste übergeben. Es scheint nicht, daß Gcrnand bis aufsAcußerstc die Treue bewahrt hat; denn die von Wilhelm bewilligtenBedingungen waren für ihn persönlich sehr günstig« Er wurde ansLebenszeit in seinem Unrggrafenamt bestätigt, und die Auslagen, dieer zur Verteidigung der Festung gehabt hatte und nun zur Wieder-herstellung haben würde, sollten ihm aus den königlichen Zöllen da-selbst ersetzt werden. Er mochte die Erfolglosigkeit des Widerstandeseingesehen haben.
In all diesen Kämpfen hört man nicht, daß die Duisburgercnvas zur Unterstützung der Hohenstaufen gcthan hätten, doch wirdGcrnand einen Versuch gemacht haben, die Stadt zu halten: Esist erwähnt worden, daß er wahrscheinlich mit Rücksicht hieraufdas duisserschc Kloster verlegt hatte; und 1280 verspricht Reynald vonGeldern den Bürgern, gegen ihren Willen keine Befestigungen in dcrStadt anzulegen; es muß also früher dergleichen unternommen sein;da wird man zuerst an Gcrnand denken. Auch werden erst kurz vordcr Aufhebung der ersten Belagerung von Kaiserswerth am 1. Mai1248 den Duisburgern ihre Privilegien bestätigt, freilich in an-erkennenden Worten: Sie hätten ihm und den Scinigcn seit seinerErwählnng vielfach angenehme Willfährigkeit gezeigtT) Und wenigeTage darnach, am 14. Mai, bestätigt Wilhelm ihnen von Herzogen-rath, einer Stadt des Herzogs von Limburg, aus, noch insbesonderedie Gewohnheit, 12 Schöffen zu haben, welche sich durch eigene Zn-wahl stets ergänzen.-) Aber schon am 29. April hatte er in seinemLager vor Kaiserswerth die Stadt Duisburg mit allen ihren Ein-künften, die ihm von? Reiche dort zuständen, seinen? geliebten, getreue??
Am II 330. -) Lac. Il 33?.