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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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K 41. Duisburg zur Zeit des Interregnums.

geblieben; für uns ist sic insofern besonders interessant, als wir be-stimmt ausgesprochen finden, dnß die fiskalische Verwaltung durch denBurgdogt von Kaiserswerth geführt wurde. Das wird auch durch dienächsten Urkunden bestätigt, zunächst dadurch, daß König Heinrich1233 dein Burggrafeil von Kaiserswerth Gernand anzeigt, er habeHeinrich von Löwen 200 Mark aus dein Zoll zu Duisburg ver-liehen;') dann dadurch, daß Gernand 1243 das im Jahre 1234 be-gründete Kloster Duissern verlegt und ihm eine dem Reiche ungehörigeHufe verleiht/st Wir haben schon darauf hingewiesen, daß Gernandsich gegen die drohenden Stürme bei Zeiten rüstete. Sic bliebenbekanntlich nicht ans, 1240 sprach Jnnoecnz IV. ans Betreiben derErzbischöfc von Köln und Mainz die Absetzung des exkommuniziertenKaisers Friedrich ans und forderte im Juli die Wahlfürsten ans, diedeutsche Königskrone der hohcnstanfischen Familie abzusprechen undans einen andern Fürsteil zu übertragen. Der Erzbischof von KölnKonrad von Hochstaden übernahm die Führung unter den GegnernFriedrichs. Ans sein Betreiben wurde (am 22. Mai 1246) zu Hoch-Heim bei Würzbnrg Heinrich Raspe von Thüringen gewählt und KönigKonrad, der Sohn Friedrichs II., in einer Schlacht bei Frankfurt ge-schlagen. Aber Heinrich Raspe starb bald darauf (auf der Wart-burg am 17. Februar 1247). Der Erzbischof von Köln schlug »nnHerzog Heinrich von Brabant vor; dieser lehnte zwar für sich selbstab, wies aber hin auf seinen Neffen, den 10jährigen Wilhelm vonHoltand, und der wurde am 4. Oktober 1247 zu Worringen haupt-sächlich von den Bischöfen des nordwestlichen Deutschlands auf denThron erhoben. „Um Rittcrhcere anführen zu können, mußte erselbst erst zum Ritter geschlagen werden."

^41. Duisburg zur Zeit des Znterreguuius.Derpfänduug au Ivalram von Limburg.

In Köln wurde Wilhelm von Holland mit Jubel aufge-nommen, zumal da er der Stadt sehr weitgehende Privilegien erteilte.Die Krönnng sollte in Aachen stattfinden, aber das hielt ebensowie Kaiserswerth am stanfischcn Königtnme fest; und Wilhelm vonHolland entschloß sich, zuerst Kaiserswerth zu nehmen und damit den

') Battens, l'rnxllöSK, M'envss 1 79. Oben S. IM; Lac. II 277. Es gabzwei Gernand, Bater mit Sohn. I. Lac. Archiv III p. III f. Ilrknndenbnch II tili.