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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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245
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Duisburg unter den Hvbeustaufcu.

Sendungen Rückgabe des Raubes; der Erzbischaf Philipp Vau Heins-berg weigerte sich wähl, mußte aber uach langem Sträuben dachnachgeben.')

Im Jahre 1187 wurde die Gemeinde durch den genannten Erz-bischof Philipp van Heinsberg in zwei Pfarreien geteilt, weil dieZahl der Bcwvhner sich so gemehrt habe, und der südliche Teil denJohannitern zugewiesen.^) 1190, den 25. März, verspricht KönigHeinrich VI. demselben Erzbischaf van Köln, daß er künftig inmittendes Kölner Erzbistums nur zu Duisburg und Dortmund Münzstättenhalten und dort das kölnische Gepräge nicht nachbilden lassen werde, ch

Wir gelangen nun zu den Zeiten, wo die hohcnstaufische Machtim Niedergang begriffen ist und mit den weniger kräftigen Gliederndes Reichs von den Machthaber!! nach Gutdünken verfahren wird.Im Jahre 1202 verspricht Otto IV. dem Erzbischaf von Köln, daßer den Zoll zu Duisburg aufheben und nie wieder aufnehmen werde. ZDoch Otto war bekanntlich nicht in der Lage, alles, was er versprach,zu erfüllen, und der Zoll blieb bestehen. 1204 giebt Philipp vonSchwaben Duisburg dem Herzog Heinrich von Lothringen undBrabant zu Pfand. Wir geben ihm, heißt es da, die Stadt Duis-burg mit allen Rechten und Znbehörnngcn für 1800 Mark zu Pfand,dergestalt, daß er daraus alle Jahre 250 Mark Renten haben undselbst die volle Verwaltung übernehmen, das Geld aber in Gegen-wart eines Voten des Bnrgvogts von Kaiscrswcrt erheben soll; dieserVogt oder sein Abgesandter soll sonst keine Berechtigung in der Stadthaben, als daß er bei der Erhebung zugegen ist und das, was etwaüber 250 Mark cinkommt, znm Nutzen des Königs einzieht und, wasfehlt, aus den Einkünften von Kaiserswerth ergänzt. Außerdem machter ihm noch überreiche Versprechungen, die aber unsere Stadt nichtweiter berühren, ch Die Brabanter Herzöge hatten ein mehr alspekuniäres Interesse an dieser Verpfändung, denn auch das LandDinslaken war damals noch ein Lehen derselben. Ob die Ver-pfändung bis zur vollen Abtragung der Schuld gedauert hat, istnicht bekannt; zweifelhaft ist es, da Philipp von Schwaben 1208 er-mordet wurde, und Otto IV. bei seiner Anwesenheit in Kaiserswerth12111 den „geliebten treuen Bürgern von Duisburg seine Gunst fürihre große Treue und die ihm erwiesenen Dienstleistungen" ausspricht;worin diese bestanden haben, wissen wir freilich nicht. Jedenfallsaber ist heue Verpfändung ohne Einfluß auf das Geschick der Stadt

A. Krantz, Lnxonin üb. VI, 13. I 51g. Oben S. 174.

°b Lac. > 524. -tz Eimen n. Eckerz, Quellen II m 5. Bültens, Iroxdöss IM'enves >>. 5<j. Boubaui, ilmrlerboslr I, 294.