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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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H 40. Duisburg unter Lothar und den Hohenstaufen.

und fördern die Stcidt auf jede Weise. Der Handel nimmt zu unddamit auch der Reichtum und die Bevölkerung.

Wir haben oben gesehen, welch eine glänzende Versammlungim Jahre l129 nach Duisburg gekommen war; es mag doch wohlau Räumlichkeiten gefehlt haben; darauf weist die nächste Urkunde hin,die von 1145, durch welche Lothars Nachfolger, Kourad II., vonWerden aus ans den Rat der Fürsten es gut heißt, daß die Bürgervon Duisburg um die Pfalz und den Köuigshof und an der BurgHäuser errichtet haben. So werde der Ort desto eifriger bewohntund bebaut werden und dem Kaiser, wenn er dort Hof halte, denFürsten und ihren Angehörigen um so geeignetere Wohnungen bieten.')Damals also werden die Hänser an der Südseite der Burg undNordseitc des Knüppclmarkts und die an der Georgstraße, vielleichtauch zum Teil die auf dem Grat entstanden sein.")

Ganz besondere Bevorzugung genießen die Duisburger unterBarbar ossa. 1155 befiehlt c> auf ihre vielfältigen Klagen über nn-gerechte Zollerhebungen zu Mainz dein Erzbischof Arnold, dem Nach-folger des oben genannten Adalbert, die Sache zn untersuchen, unddieser erklärt ihre Klagen für gerechtfertigt und stellt den alten Zoll-satz wieder her/) 1165 verleiht er seinen getreuen, vielfach belästigtenBürgern von Duisburg völlige Zollfrcihcit zu Utrecht und untersagtdein Bischof Gottfried daselbst aufs strengste jeden künftigen Zoll-zwang gegen diese Bürger/) Unter den Zeugen ist anffallcnderwciscHeinrich von Limburg nicht genannt, während für den folgendenTag seine Anwesenheit zn Aachen bezeugt ist: Barbarossa feierte dortWeihnachten und ließ .Karl den Großen heilig sprechen und erteilteder Stadt Aachen große Privilegien/') Auch das nächste Mal findenwir Duisburg und Aachen zusammen bedacht: Im Jahre 1176 richtetBarbarossa ans Bitten des Grafen Philipp von Flandern für dieflandrischen Kauslentc vier 'Messen von je 14 Tagen ein, zwei zuDuisburg und zwei zn Aachen; zur Zeit der Messen wurde der so-genannte Marktzoll erhoben/) Die Einrichtung dieser Märkte undZölle wurde von Köln mit mißgünstigen Augen betrachtet, wie eineNachricht aus dem Jahre 1184 crgicbt; die Duisburger Kanflcntewurden nämlich im Erzbistum übel behandelt unter dem Vorgeben,daß sie sich dein Kölner Zoll entzogen hätten. Aber die be-raubten Kanflcnte erhoben deshalb beim König Heinrich, dem Stell-vertreter Barbarossas, Beschwerde, und dieser verlangte in wiederholten

') Lac. I 353. -) Bergt. oben A 25. °) Lac. l 382. U Lac. I 424(Der 28. Dezember 1106 der Urkunde ist nach unserer Rechnung der von Itün).°) Ernst l>I 139. °) Oben S. 205.