Z40 s 3S. Duisburg unter den sächsischen und fränkischen Königin.
war von jchcr mit der Stadt verbanden. Die wesentlichste Be-deutung dieser Scheidung vom Grafcnbezirkc liegt darin, daß nun-mehr der individuellen Entwicklung größere Freiheit gegeben war.Wir wissen zwar nicht, in welcher Weise die Verwaltung gefühltwurde, aber es ist nach dem, was später geschah, sehr wahrscheinlich,daß es mit Kaiserswerth einen gemeinsamen Vogt erhielt, dessen Stell-vertreter in gerichtlichen, militärischen und allgemeinen Verwaltungs-sachcn der Schultheiß war. Da der damals eingetretene Zustand inden nächsten 120 Jahren noch mehrfache Veränderungen erlitt, sogehen wir erst später ans die Sache ein.
Im Jahre 1065 wurde der Hof mit allem seinem Zubehör samtdein großen Forste von Heinrich I V. seinem Erzieher dem ErzbischosAdalbert von Bremen überwiesen; doch hatte die Schenkung keinen Be-stand; aber wir wissen nicht, wann und in welcher Weise Duisburgvom Erzbistum abgetrennt wurde. Von Heinrich I V. (1056 - 110Gsind aus der Zeit, bevor er Kaiser wurde <10641, zehn verschiedenein Duisburg entstandene Münztypen vorhanden.')
lieber die sonstigen Beziehungen desselben zur Stadt sind wirnicht u nterrichtet, aber vielleicht stammt schon ans seiner Feit die Verbindnng mit den Grafen von Limburg, auf deren Geschicke wir daherhier kurz eingehen müssen.
Es ist schon erwähnt worden,-) daß Heinrich von Limburggegen En de des 11. Jahrhunderts eine Zeit lang, wie es scheint, alsVormund des Siegsried von Ballcnstädt, die Pfalzgrafschaft iuuehatte.2) Im Jahre 1101 wurde er vom Kaiser wegen Gewallthätigleiten gegen das Kloster Prüm gezüchtigt, gewann aber bald in demGrade seine Gunst wieder, daß er zum Herzog in Niederlothriugenbestellt wurde (Das Herzogtum war durch den Krenzzug des Gott-fried von Bouillon frei geworden). Bei der darauf folgenden Em-pörung Heinrichs V. gegen seinen Vater erwies sich Heinrich vonLimburg als ein treuer Vasall seines Kaisers und führte seinen Krieg.Nach dem Tode des alten Kaisers aber (1106) stellte er sich Heinrich V.;er wurde des Herzogtums beraubt, das Gottfried von Löwen <i II-IGerhielt, und eine Zeit lang gefangen gehalten. Im Jahre 1114 be-teiligte er sich an der Empörung gegen Heinrich V., an der sehrviele nicderrheinische und nicderlothringische Fürsten unter Anführungdes Erzbischofs von Köln teil nahmen. Heinrich V. wurde nach einervergeblichen Belagerung von Köln bei Andernach geschlagen, und nun
0 Baumbach, Die Duisburger Münzen. S, gz. Lrusr, Aistoirsüu lümdourZ' II.