Anwesenheit der Könige, Die Pfalzgrafe».
muten befreite. Die Anwesenheit Ottos Iii, ist sogar fünfmal be-zeugt: 985, LI. April (Urkunde zu Gunsten des Bistums Worms),986, 29. November (er bestätigt den Mönchen des h. Remigius zuRheims die denselben von der Königin Gcrbnrg geschenkte AbteiMorsua), 992, 7. Mai (er bestätigt die Privilegien des StiftsSchildcschc), 996, 6. Februar (er befreit das Bistum Passan vonAbgaben), 996, 8. Februar (er bestätigt die Rechte »nd Besitzungendes Klosters Dissentis). Im Jahre 1091 schenkt er drei Hufen inDuisburg und Dortmund dem Bistum Paderborn.') Bei seinemTode im Jahre 1992 war es einige Zeit zweifelhaft, wer den Throneinnehmen »verde. Markgraf Eckehard von Meißen, der den Cres-eeutius in Rom bezwungen hatte, strebte darnach, ohne durch Erb-folge berechtigt zu sein. Er gedachte in Duisburg mit den Großenim westlichen Teile des Reiches, namentlich mit Hermann, dem Herzogvon Alcmauuicn und Elsaß, eine Zusammenkunft z» halten. Als ermerkte, daß er Widerstand finden würde, machte er in PaderbornUmkehr. Wenige Tage darauf wurde er in Nordhausen in seinerHerberge ermordet.-) Im August desselben Jahres kam dannHeinrich kl. ans dem Wege zur Krönnngsstadt Aachen von Padcwbvru nach Duisburg, wo er von dem Erzbischof von Köln, denBischöfen von Lüttich und Cambray empfangen und nach Aachengeleitet wurdet) Auch im Jahre 1916 war er noch einmal inDuisburg. Z
Aber schon vorher zwischen 1911 und 1116 hatte er Duisburgmit seinen Einkünften dem Pfalzgrafen Ezzo geschenkt, wie oben S. 66erwähnt ist; die Stellung der Bewohner zum Reiche war dadurchäußerlich nicht wesentlich verändert; denn statt eines Grafen übtenun der Pfalzgraf die herrschaftlichen Rechte aus. Der dritteSohn Ezzos mußte 1945, als er Herzog in Schwaben wurde, diePfalzgraffchaft an seinen Vetter Hczzclin übergeben, Duisburg undKaiserswerth aber dem Kaiser wieder überlassen. Damit trat derwichtige Moment ein, daß Duisburg ans dein Grafenverbandc gelöstund ein selbständiger Gcrichtsbczirk wurde, aber nicht etwa die Pfalzallein mit den umliegenden Wohnstätten, sondern die gesamte Hundert-schaft. Das war für die spätere Stadt von großem Vorteil. AndereOrte, die für sich ans dem Grafenvcrbande schieden, haben zurErwerbung eines Landbczirks große Summen aufwenden müssen;Duisburg war von jeher von einem solchen umgeben, und derselbe
') Unter anderen bei Bolmier, Regesten? bei Frensdorfs, DortmunderStatuten und Urteile S. X. Pertz V 791. °) Pert; V 796. ch Lac. I 149.