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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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H 39. Duisburg uuter den sächsische» und fränkischen Königen.

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Kapitel 9.

Duisburg unter den deutschen liänigeu biszum Tode Rudolfs von Hobsburg.

§ 39.

Duisburg unter den sächsischen und fränkischen Königen.

Aussonderung ans dem Grasenbezirk.

Im Jahre 884 wurde Duisburg von den Normannen ansDänemark, die nach Chinhcim in Nordholland gekommen waren, über-fallen, verschanzt und einen Winter besetzt gehalten. Herzog Heinrichzog gegen sie und verhinderte sie an der Plünderung. Im nächstenFrühjahr zogen sie sich nach Zerstörung des Lagers zurück.') Aufleichten Kähnen fuhren diese Piraten den Rhein und die Mosel hinauf.Im Jahre 882 hatten sie von der Mosel aus sogar das tief inder Eiset gelegene Kloster Prüm heimgesucht. Es scheint daher amnatürlichsten zu sein, jene Nachricht auf unser Duisburg zu beziehen,aber es ist doch nicht ganz ausgeschlossen, daß das holländische zuverstehen sei. Wie dem nun auch sein mag, jedenfalls blieb Duis-burg nicht in Trümmern liegen. Es behielt eine gewisse Bedeutung,wie man schon daraus entnehmen kann, daß in einer Urkunde Ludwigsdes Kindes vom Jahre 904 der Ruhrgau Duisburger Gau ge-nannt wird.-)

In wie jämmerlichem Zustande sich damals Deutschland befand, wie sehr es seinen Feinden offen stand, dafür liefert die Nachrieht den besten Beweis, daß im zweiten Jahrzehnt des Jahrhundertssogar die verheerenden Einfälle der Ungarn den Niedcrrhcin trafen:Das Kloster Gerresheim bei Düsseldorf wurde von ihnen zerstört,von der Brandstätte mußten die Mönche nach Köln flüchten.")

') ReA'iuouis ebronioon. Pcrtz, Nounm. (Isrm. I 594. Andere, nament-lich die Holländer beziehen die Sacke ans Docsborgh an der Issel. -) tzac. I 83.Archiv III S. ag Nene Folge s 1 S. 112.